Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Wann das Amt des Testamentsvollstreckers beginnt

Ein Beitrag von Rechtsanwältin Andrea Brümmer
Stand: 22.05.2015

Das Amt beginnt nicht automatisch mit dem Tod des Erblassers, sondern vielmehr erst durch die Annahme der Testamentsvollstreckung durch den Berufenen (§ 2202 Abs. 2 BGB). Die Annahme erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht.

Damit ist der Testamentsvollstrecker wirksam bestellt, ohne dass es noch eines Aktes des Nachlassgerichts bedarf. Zugleich mit der Annahme des Amtes sollte das Testamentsvollstreckerzeugnis beantragt werden, das gem. § 2368 BGB von dem Nachlassgericht zu erteilen ist.

Der Antrag ist unerlässlich, da ohne dieses Legitimationspapier der Testamentsvollstrecker faktisch machtlos ist. Mit dem Antrag kann zugleich das Nachlassgericht um eine schriftliche Bestätigung der Annahme des Amtes gebeten werden. Mit dieser vorläufigen Legitimation kann der Testamentsvollstrecker in aller Regel dringend notwendige Angelegenheiten im Verhältnis zu Banken und Versicherungen schon abwickeln.

Die Annahmeerklärung des Testamentsvollstreckers ist bedingungs- und befristungsfeindlich. Auf Antrag eines Beteiligten kann das Nachlassgericht auch eine Frist zur Erklärung über die Annahme bestimmen, § 2202 Abs. 3 BGB. Mit dem Ablauf der Frist gilt das Amt als abgelehnt, wenn nicht die Annahme vorher erklärt wird. Wegen dieser einschneidenden Folgen kann die Fristsetzung als solche mit der Beschwerde angefochten werden, § 355 FamFG.

Wichtig für eine sinnvolle letztwillige Verfügung mit Testamentsvollstreckung ist insbesondere, dem Testamentsvollstrecker eine konkrete Zuweisung der Aufgaben mit entsprechenden Befugnissen mitzugeben und die Dauer der Testamentsvollstreckung anzuordnen. Auch sollte gem. § 2197 Abs 2 BGB ein Ersatztestamentsvollstrecker benannt werden, damit die Anordnung sich nicht wegen unerwarteter Ereignisse als wirkungslos erweist. Wichtig ist auch die Regelung einer leistungsgerechten Vergütung, um diesen Konfliktstoff aus dem Verhältnis zwischen Testamentsvollstrecker und Erbe heraus zu halten.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Andrea Brümmer   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Nachlassgericht

Kosten für Nachgenehmigung - Erbvertrag | Stand: 20.07.2012

FRAGE: Durchsicht und Erläuterung eines Testaments und eines zugehörigen Notarvertrages zum Verkauf eines Hauses.Lt. Notarvertrag soll meine Frau als Nacherbe die Kosten der Nachgenehmigung selbst tragen.1...

ANTWORT: Auffallend am Testament Ihrer Eltern ist zunächst die komplizierte Vor-, Nach- und Schlußerbenkonstruktion, die zwar nicht unüblich, in Ihrem Falle allerdings nicht zuletzt aufgrund de ...weiter lesen

Girokonto an Betreuerin vererben | Stand: 12.06.2012

FRAGE: Ich besitze Wertpapiere/Aktien und habe ein Giro-Konto wie üblich. Ich möchte, dass meine einzige Verwandte, eine Nichte, die Wertpapiere/Aktien erbt und eine Nichtverwandte, die ich seit zig-Jahre...

ANTWORT: Es bestehen keinerlei Bedenken, dass Sie einer eventuellen Betreuerin Ihr Guthaben auf dem Girokonto vererben. Eine Beschränkung für Betreuungspersonen gilt nach § 14 HeimG nur, wenn ei ...weiter lesen

Testament für ungültig erklären lassen | Stand: 16.02.2012

FRAGE: Mein Schwiegervater hat meine Frau enterbt. Zum Zeitpunkt der Errichtung des notariellen Testaments bezog er eine Rente wegen Schizophrenie und Demenz. Es liegen rund um den Zeitpunkt der Testamentserrichtun...

ANTWORT: Ihrer Schilderung zur Folge gehe ich davon aus, dass Sie aufgrund der testamentarischen Enterbung Ihrer Frau ein gerichtliches Verfahren vor dem Nachlassgericht angestrengt haben, um zu erreichen, das ...weiter lesen

Nachlassgericht: Erbe gerecht aufteilen | Stand: 28.08.2011

FRAGE: Wir, ein deutsches Rentnerehepaar, leben mit erstem und einzigem Wohnsitz in Österreich. Unsere Renten-Einnahmen kommen aus Deutschland. Wir leben bei unserer ältesten Tochter in Österreich...

ANTWORT: Nachdem Sie offenbar deutscher Staatsbürger sind, in Österreich leben und Vermögen nach Ihrem Tod verteilen wollen, ist dies eine Frage des internationalen Privatrechts.Nach Ihrer Anfrag ...weiter lesen

Erbe fristgerecht Ausschlagen | Stand: 23.06.2011

FRAGE: Ein Miterbe erklärt unbeteiligten Dritten, er habe das Erbe angenommen, seinen Miterben aber sagt er, er werde ausschlagen und geht letztlich fristgerecht am letzten Tag der Ausschalgungsfrist zu...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,nach § 1943 BGB ( Bürgerliches Gesetzbuch ) kann mit Annahme der Erbschaft diese nicht mehr ausgeschlagen werden.Dabei muss eine rechtsgültige Annahmeerklärun ...weiter lesen

Ansprüche geltend machen - Erbfolge | Stand: 26.04.2011

FRAGE: Lebe seit 12 Monaten getrennt. Am 10.04.2011 ist meine Frau verstorben.Ihre Kinder haben mich nicht informiert.Nun benötige ich folgende Unterlagen um meine Ansprüche geltend machen zu können:Rentenbeschei...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Grundsätzlich halte ich es zunächst für besser, wenn Sie die in der Frage bezeichneten Unterlagen in einem freundlich formulierten Schreiben anfordern. Erst wenn Si ...weiter lesen

Erbe nur Schulden - Erbe antreten ? | Stand: 19.02.2011

FRAGE: Mein Vater ist im letzen April verstorben und läßt seinen 6 Kindern nur Schulden. Ich habe jetzt erst offiziell Kenntnis davon erhalten, als das Inkassobüro Geldforderungen an mich stellte. Ic...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Grundsätzlich beträgt die Frist für die Ausschlagung des Erbes und damit die Sicherstellung, dass Sie nicht für Verbindlichkeiten in Anspruch genommen werde ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Erbrecht / Erb- und Steuerrecht
Interessante Beiträge zu Nachlassgericht

Kontrolle eines Testamentsvollstreckers?
| Stand: 01.09.2014

Es entspricht der Freiheitlichkeit des Amtes des Testamentsvollstreckers, dass dieser keiner Überwachung oder Aufsicht durch das Nachlassgericht unterliegt. Das Gesetz kennt keine gerichtliche oder behördliche Kontrolle ...weiter lesen

Der Testamentsvollstrecker - seine Rechtsstellung
| Stand: 14.07.2014

Der Testamentsvollstrecker ist Inhaber eines privaten Amtes und hat die Stellung eines Treuhänders. Das private Amt ist dem Testamentsvollstrecker vom Erblasser übertragen. Er übt aufgrund dessen sodann kraft ...weiter lesen

Erbe ausgeschlagen - was passiert mit den Sachen im Besitz?
| Stand: 28.01.2014

Immer häufiger kommt es vor, dass sich nahe Angehörige eines Verstorbenen gezwungen sehen, dessen Erbschaft auszuschlagen, zum Beispiel, weil der Erbe verschuldet war oder sie sich anderweitig Regressansprüchen ...weiter lesen

Testamentsablieferungspflicht - unverzüglich nach Tod des Erblassers
| Stand: 20.06.2013

Das Gesetz sieht vor, dass jeder, der im Besitz eines Testaments ist, dieses unverzüglich nach dem Tod des Erblassers an das Nachlassgericht abzuliefern hat - das besagt § 2259 BGB. Dabei muss es sich nicht ausdrücklich ...weiter lesen

Was tun bei Benachrichtigung durch das Nachlassgericht ?
| Stand: 07.03.2013

Tritt ein Todesfall ein und der Verstorbene hatte ein Testament beim Nachlassgericht hinterlegt, informiert das Nachlassgericht die Personen, die als Erben in Frage kommen könnten. Das sind zunächst einmal alle ...weiter lesen

Nicht vernichtetes Testament
Nürnberg (D-AH) - Hinterlässt ein Verstorbener zwei formal gültige Testamente, ist immer das zuletzt verfasste der beiden Dokumente als sein buchstäblich letzter und damit umzusetzender Wille anzusehen. Auch dann, wenn nach ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-14
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Andrea Brümmer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.204 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 13.10.2017
sehr nette gespräch !!!Danke, sehr unkompliziert und Geld gespart!

   | Stand: 09.10.2017
Bitte dem RA Herr Grau, diese Bewertung zukommen lassen. Ich finden ihn nicht in der Liste. Uhrzeit ca. 12.05 bis 12.20 Uhr.

   | Stand: 09.10.2017
Sehr guter Hinweis von Frau Kress. Vielen DanK!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Erbrecht | Erbrecht | Steuerrecht | Erb- und Steuerrecht | Erbenermittler | Erbenermittlung | Erbmediation | Erbrecht Anwalt | Erbschaftsklage | Erbschein | Hinterlassungsschein | Nachlasspfleger | Nachlasspflegschaft | Nachlassverwalter | Nachlassverzeichnis | Vererben

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-14
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen