Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Fristlose Kündigung wegen Fotos auf Facebook

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Carsten Dreier
Stand: 26.08.2014

Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fotos oder Kommentaren auf Facebook beschäftigen vermehrt die Gerichte. In einem aktuellen Fall hatte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in zweiter Instanz über die Klage einer Kinderkrankenschwester zu entscheiden, der fristlos gekündigt worden war, nachdem Sie Fotos von sich und Babys veröffentlicht hatte, die Sie am Arbeitsplatz betreute.

Im Arbeitsvertrag hatte die Klägerin eine Vereinbarung unterzeichnet, die es ihr verboten hatte, Daten von Patienten ohne Zustimmung der Betroffenen zu verwenden oder zu veröffentlichen. Die Klägerin hatte dennoch Fotos von sich und Babys veröffentlicht, die Sie auf der Station betreute.

Bei den Kindern handelte es sich um Personen, die von ihren Eltern abgegeben worden waren. Aus diesem Grunde hatte die Klägerin auch in entsprechenden Kommentaren auf Facebook die Eltern beschimpft. Die Öffentlichkeit bestand allerdings aus ihren Kontakten bei Facebook. Aufgrund dieses Vorfalls hatte der Arbeitgeber der Krankenschwester fristlos gekündigt.

Hiergegen hatte sie Kündigungsschutzklage eingelegt. Das Arbeitsgericht hatte der Klage stattgegeben. Der Arbeitgeber legte wiederum Berufung ein. Die Richter des Landesarbeitsgerichts bestätigten jedoch die Entscheidung der ersten Instanz und gaben der Klage statt.

Die Richter betonten zwar, dass das Verhalten der Klägerin grundsätzlich geeignet gewesen sei, das Arbeitsverhältnis verhaltensbedingt zu beenden. Die gesetzliche Regelung verlange jedoch stets eine individuelle Einzelfallbetrachtung und diese ergebe, dass das Verhalten der Klägerin zumindest nicht geeignet gewesen sei, diese fristlos aus dem Arbeitsverhältnis zu entfernen. Eine fristlose Kündigung sei in diesem Einzelfall unverhältnismäßig gewesen (vgl. LAG Berlin-Brandenburg vom 11.04.2014, 17 Sa 2200/13).

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-40
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Carsten Dreier   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Tarifrecht

Psychologische Psychotherapeuten: Welche ist die korrekte Entgeltgruppe? | Stand: 06.11.2017

FRAGE: Wir als Psychologische PsychotherapeutInnen mit Approbation streben eine Höhergruppierung gemäß Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) an. Aktuell sind wir in Entgeltgruppe EG 12 ("ein wissenschaftliche...

ANTWORT: Maßstab für die Eingruppierung der Mitarbeiter/innen, die einem Tarifvertrag unterliegen, ist der jeweils gültige Tarifvertrag; in betreffenden Fall also der AVR Berlin. In diesem Tarifvertra ...weiter lesen

Darf das Jobcenter den Mietvertrag des Vormieters verlangen? | Stand: 27.09.2017

FRAGE: Ich bin 30 Jahre alt und mache derzeit meine zweite Ausbildung, bei der ich 400€ netto verdiene (+ die HartzIV Aufstockung von ca. 160€). Ich habe die Mietübernahme zum 1.10. beantragt...

ANTWORT: Nach § 67a Absatz 2 Satz 1 SGB X sind Sozialdaten grundsätzlich beim Betroffenen zu erheben. Das Jobcenter ist verpflichtet, die für die Prüfung von Leistungen für Unterkunft un ...weiter lesen

Befreiung von der Rentenversicherung: Muss mein Arbeitgeber mir die Beiträge in voller Höhe auszahlen? | Stand: 30.09.2017

FRAGE: Für mich gilt § 231a SGB VI (Befreiung von der Versicherungspflicht im Beitrittsgebiet): Selbständig Tätige, die am 31. Dezember 1991 im Beitrittsgebiet aufgrund eines Versicherungsvertrage...

ANTWORT: Sie werden in dem von Ihnen geregelten Sonderfall rentenrechtlich behandelt wie andere Arbeitnehmer, die von der Rentenversicherung aus gesetzlichen Gründen befreit sind. Dazu trifft § 172 Abs ...weiter lesen

Anspruch auf Sonderzahlung bei Berentung | Stand: 05.12.2013

FRAGE: Ich (15. April 1950) möchte zum 1. September 2014 meine Berufstätigkeit beenden und in Rente gehen. Grundlage meines Gehaltes ist der BAT TdL1 IIa 45 (so steht es in meiner Gehaltsbescheinigung).Frage...

ANTWORT: Diese Antwort gilt für den Fall, dass Sie im öffentlichen Dienst oder in einem dem öffentlichen Dienst angegliederten Unternehmen arbeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, bitte ich u ...weiter lesen

Vergütung einer Psychotherapeutin nach dem TVöD | Stand: 27.11.2009

FRAGE: Welche Entgeltgruppe und Stufe nach TVöD-K steht mir als angestellte approbierte psychologische Psychotherapeutin mit 16-jähriger Berufserfahrung jetzt mit Neueinstellung in eine Psychiatrisch...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,vielen Dank für Ihre Rechtsanfrage, die Sie am 29.11.2009 per E-Mail (Welche Entgeltgruppe und Stufe nach TVöD-K steht mir als angestellte approbierte Psychologische Psychotherapeuti ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu Tarifrecht

Behörde muss Schwerbehinderten nicht einladen
| Stand: 22.06.2017

Nürnberg (D-AH/fk) – Ein öffentlicher Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, einen schwerbehinderten Bewerber zum zweiten Mal für dieselbe Arbeitsstelle zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. So ...weiter lesen

Grundlegendes zum Arbeitsvertrag
| Stand: 26.01.2017

Ein Arbeitsvertrag ist eine spezielle Form eines Dienstvertrages. Der Unterschied ist, dass ein freier Dienstvertrag gegenüber einem Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers weitaus weniger sozialen Schutz bietet. Man spricht ...weiter lesen

Kranke Krankenschwester: Nachtdienstuntauglich heißt nicht arbeitsunfähig
| Stand: 14.04.2014

Ein Krankenhaus muss bei der Schichteinteilung auf gesundheitliche Probleme einer angestellten Krankenschwester Rücksicht nehmen. Nur weil der Arbeitsbetrieb den üblichen Schichtbetrieb verlangt, muss die Arbeitnehmerin ...weiter lesen

Umkleidezeit ist vergütungspflichtige Arbeitszeit
| Stand: 12.08.2013

Die Zeit, die benötigt wird, die Arbeitskleidung anzuziehen oder zu wechseln, muss der Arbeitgeber unter Umständen als Arbeitszeit werten und daher genauso vergüten. Selbst dann, wenn keine entsprechende Regelung ...weiter lesen

Brille im Krankenhaus
Nürnberg (D-AH) - Geht nach der Operation eines Patienten durch sein eigenmächtiges Verhalten seine Brille zu Bruch, dann haftet dafür nicht das Personal des Krankenhauses. Das hat in einem rechtskräftigen Ur ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-40
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Carsten Dreier   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.310 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 28.11.2017
Sehr schnelle und kompetente Beratung. Vielen Dank!

   | Stand: 28.11.2017
Ich habe diese Service schon paar mal benutzt Und fast immer würde mir geholfen. Heute habe ich mit Rechtsanwältin Barbara Weinen gesprochen und die ist wirklich sehr professionell und auch sehr freundlich. Vielen Dank

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-40
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Tarifrecht | Handelsrecht | Insolvenzrecht | Gesellschaftsrecht | Arbeitgeber | Aussperrung | BAT Tarif | Bautarif | Bewährungsaufstieg | Bundesangestelltentarifvertrag | Eingruppierung | Lohntarif | Recht | Tarifautonomie | Tarifverträge | Tarifvertragsparteien

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-40
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen