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Gebetsrufe eines Muezzins in der Türkei sind kein Reisemangel

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Jetta Kasper
Stand: 09.05.2014

MoscheeIn der Türkei brauchen sich Urlauber nicht über Gebetsrufe beschweren

Die täglichen Rufe eines Muezzins gehören in der Türkei zur landestypischen Kultur und können daher keinen Reisemangel begründen, den ein Pauschalurlauber geltend machen könnte. Das stellte das Amtsgericht Hannover fest und wies die Klage eines Reisenden ab (Az. 559 C 44/14).

Im September 2013 machte ein Urlauber eine zweiwöchige Pauschalreise in der Türkei, die er mit All-Inclusive-Leistungen für sich und seine Partnerin gebucht hatte. Hinterher beschwerte er sich beim Reiseveranstalter, dass sein Hotel in der Nähe einer Moschee gelegen war und ab 6 Uhr morgens der Muezzin mehrmals täglich mithilfe von Lautsprecher vom Minarett aus zum Gebet gerufen hatte. Zudem verlangte er ebenso Schadenersatz für Unannehmlichkeiten während des Fluges. Die Armlehne seines Sitzes war abgebrochen und der Flieger setzte erst beim dritten Landeversuch recht unsanft auf.

Das Amtsgericht aber machte deutlich, dass seine Beschwerden keinen Reisemangel begründen können und wies die Klage gegen das Reiseunternehmen ab. Muezzinrufe seien in der Türkei durchaus landestypisch, und daher als Urlauber hinzunehmen. „Genauso wenig könnte man hierzulande wegen Glockenläuten der Kirchen einen Reisemangel geltend machen“, erklärt Rechtsanwältin Jetta Kasper.

Darüber hinaus seien weder die defekte Armlehne noch die unsanfte Landung Gründe für eine nachträgliche Reisepreisminderung. Schließlich sei der Sitz des Passagiers nicht unbrauchbar gewesen und die bloße Unannehmlichkeit einer gebrochenen Armlehne führe nicht zur Schadensersatzpflicht des Veranstalters. Auch die unsanfte Landung ist unter Umständen hinzunehmen, da dies von den Wetterbedingungen abhängt, worauf niemand einen Einfluss habe.

Bild: wkri/flickr.com/cc-by

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