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Kranke Krankenschwester: Nachtdienstuntauglich heißt nicht arbeitsunfähig

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Carsten Dreier
Stand: 14.04.2014

KrankenschwesterMuss eine Krankenschwester auch nachts arbeiten können?

Ein Krankenhaus muss bei der Schichteinteilung auf gesundheitliche Probleme einer angestellten Krankenschwester Rücksicht nehmen. Nur weil der Arbeitsbetrieb den üblichen Schichtbetrieb verlangt, muss die Arbeitnehmerin nicht unbedingt nachts arbeiten können, wenn gesundheitliche Gründe dagegen sprechen. Deswegen sei sie noch lange nicht als arbeitsunfähig krank einzustufen, stellte das Bundesarbeitsgericht klar (Az. 10 AZR 637/1).

Eine Krankenschwester arbeitete seit über 30 Jahren in einem Krankenhaus, bis sie aufgrund einer Medikamentenbehandlung nicht mehr nachts arbeiten durfte. Der Pflegebetrieb aber erfordert Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechselschicht- und Schichtarbeit der Beschäftigten, daher war auch die erkrankte Pflegerin arbeitsvertraglich dazu verpflichtet. Wegen ihrer Nachtdienstuntauglichkeit schickte sie der Pflegedirektor nach einer Untersuchung des Betriebsarztes ganz nach Hause – sie sei arbeitsunfähig krank. Dort erhielt sie zunächst Lohnfortzahlung und anschließend Arbeitslosengeld.

Die Krankenschwester aber bot dem Arbeitgeber an, mit Ausnahme der Nachtschichten weiterzuarbeiten. Schließlich sei sie dazu in der Lage. Da ihr Angebot jedoch abgelehnt wurde, klagte sie auf Weiterbeschäftigung.

Alle Instanzen und letztlich auch das Bundesarbeitsgericht gaben der Krankenschwester recht. Sie sei weder arbeitsunfähig krank noch ist ihr die geschuldete Arbeitsleistung unmöglich gewesen. „Denn das Krankenhaus hätte sie für Tagesschichten problemlos beschäftigen können“, erklärt Rechtsanwalt Carsten Dreier den Richterspruch. Da sie auch ihre Dienste dafür angeboten hat, das Krankenhaus diese aber nicht akzeptierte, steht nach Ansicht der Bundesarbeitsrichter der Krankenschwester auch die Vergütung für die freigestellte Zeit zu.

Bild: UHDL/flickr.com/cc-by-sa

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