Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Trotz falsch gezogener Zähne kein Schmerzensgeld

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 24.03.2014

Zahn-OPEinen Sinneswandel bzgl. einer Zahn-OP äußert man besser deutlich

Eine Patientin hat kein Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn sie sich nach dem Beratungsgespräch kurzerhand gegen das Ziehen zweier Zähne entschieden hat und das weder dem operierenden Kieferchirurgen noch seinem Personal mitteilte. Denn der Arzt sei nicht verpflichtet, einen geänderten Überweisungsschein zu überprüfen, urteilte das Oberlandesgericht Oldenburg und wies die Klage ab.

Ein Zahnärztin empfahl ihrer Patientin, zwei Backenzähne zu ziehen und wurde deshalb zu einem Kieferchirurgen überwiesen. Sie litt jedoch nicht unter Schmerzen, daher stand sie dem kritisch gegenüber. Daher nannte der Chirurg ihr auch die Möglichkeit einer Wurzelspitzenamputation, riet aber dennoch, die betroffenen Zähne ganz zu ziehen. Die Patientin willigte ein und vereinbarte daraufhin einen Operationstermin. Als es dazu drei Monate später kam, hatte sie sich umentschieden, gab am Empfang lediglich einen entsprechend geänderten Überweisungsschein ab und erwähnte dies aber mit keinem Wort vor der Operation. Den Kieferchirurgen bekam sie vor der Operation nicht mehr zu Gesicht, sodass dieser – wie ursprünglich vereinbart – die beiden Backenzähne zog.

Die Patientin war der Meinung, dass der Arzt die Wurzelspitzenamputation hätte durchführen müssen und für das Zähneziehen keine Einwilligung mehr vorlag. Daher verklagte sie ihn auf 6.000 Euro Schmerzensgeld.

Das Oberlandesgericht Oldenburg aber teilte die Auffassung der Klägerin nicht. Der Arzt habe nicht die Aufgabe zu prüfen, ob die ursprüngliche Einwilligung noch fortbestand. Es reiche nicht aus, lediglich den geänderten Überweisungsschein abzugeben. Dadurch habe sie ihre ursprüngliche Einwilligung auch nicht wirksam widerrufen. „Bei so einem gravierenden Sinneswandel hätte die Patientin ihr Anliegen dem Praxispersonal unmissverständlich deutlich machen müssen“, erklärt Rechtsanwalt Alexander P. Taubitz. Denn bis zum OP-Termin hätte sie die Situation in der Hand gehabt, meint das Gericht.

 

Bild: US Army Africa/flickr.com/cc-by

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-27
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Gericht

Mangelhafte Sanierung | Stand: 28.10.2014

FRAGE: Für die Sanierung unseres Hauses beauftragten wir u. a. eine Heizungsbaufirma.Bei der Ausführung kam es u. a. zu folgenden Mängeln:- Abgerechnete, jedoch nicht eingebaute Brandschutzmanschette...

ANTWORT: Ich weiß nicht, ob sie anwaltlich vertreten sind. Falls nicht, empfehle ich Ihnen dringend einen Anwalt einzuschalten. Der Gegenstand eines Beweises in einem Klageverfahren kann nur rechtshängig ...weiter lesen

Belästigung durch Kanzlei im Auftrag eines Telekommunikationsanbeiters | Stand: 11.07.2014

FRAGE: Ich werde seit 2012 von der Kanzlei xxx welche im Auftrag eines Telekommunikationsanbieters arbeiten man kann schon sagen reglrecht gejagt und belästigt. Für ein Handy welches ich niemals erhalte...

ANTWORT: Ich kenne dieses Vorgehen der Kollegen und habe in meiner Kanzlei vor kurzem einen gleichgelagerten Fall positiv abschließen können. In diesem Fall war eine sogenannte negative Feststellungsklag ...weiter lesen

Anspruch auf Mietausfall | Stand: 21.06.2013

FRAGE: Nachdem ich meinem Vermieter den Brief geschickt habe das ich die Mietausfälle (nach dem Brand des Betriebes sind schon 6 Monate her) nicht bezahlen möchte (muss) weil das Verfahren gegen mic...

ANTWORT: 1. Müssen Sie den Mietausfall bezahlen?Ich gehe hierzu einmal davon aus, dass die Wohnung unbewohnbar ist und dass Sie und / oder die anderen betroffenen Mieter damit zu einer vollständigen Mietminderun ...weiter lesen

Klage wegen Regressforderung am Hals - anfechtbar? | Stand: 24.09.2012

FRAGE: Mir steht eine Zivilklage seitens der HUK wegen einer Regressforderung an. Ich hatte ca. vor drei Jahren einen Unfall mit Alkohol - bei dichten Bodennebel.Ich hatte ca. 0,75l Rotwein getrunken, Das Messprotokol...

ANTWORT: Zunächst erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass von Ihnen laut Verfügung des Amtsgerichts Bamberg Fristen einzuhalten sind. Die Verteidigungsanzeige muss von Ihnen oder einem hierzu beauftragte ...weiter lesen

Bekannter weigert sich Schulden zu begleichen | Stand: 26.04.2012

FRAGE: Ich habe am 02.06.2010 mit einem (damaligen) Freund einen Darlehensvertrag geschlossen und ihm 4500 Euro gegeben. Er hat hiervon u.a. einen PKW im damaligen Wert von 3700 Euro gekauft. Den KFZ-Brief hab...

ANTWORT: Da Sie den Darlehensvertrag ordnungsgemäß gekündigt haben, ist die Darlehensvaluta gem. §§ 280 Abs. 2, 286, 288 Abs. 1 BGB spätestens seit der Kündigung mit 5 % übe ...weiter lesen

Ausländisches Konto gehackt - Erfolgsaussichten das Geld wieder zu bekommen | Stand: 18.03.2011

FRAGE: Am Montag, 14. März, wurde mein Konto beim Online-Bezahlservice XX geknackt. Ein Hacker hat sich meine Zugangsdaten verschafft.Der Hacker hat zwischen 12:00 Uhr und 12:40 in drei Schritten von meine...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, Ihre Frage beantworte ich wie folgt:Die Firma XX hat ihren Sitz in London und unterliegt damit vollständig der Gerichtsbarkeit von Englang und Wales. Ansprüche di ...weiter lesen

SCHUFA Eintrag wegen unwissentlichen Bestehens eines Handyvertrags | Stand: 06.09.2010

FRAGE: Ich hab vor 2005 einen Handyvertrag mit der Firma V. gehabt. Leider hab ich alle Unterlagen zu diesem Vertrag weggeschmissen. Seitdem hab ich eine Prepaid-Karte von S. Nun wollte ich ein neuen Vertra...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant, grundsätzlich sind Ansprüche aus dem Jahre 2007 noch nicht verjährt. Gemäß § 195 BGB beträgt die Verjährungsfrist drei Jahre und endet ers ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Gericht

Keine Schenkung bei Übergabe eines Autoschlüssels
| Stand: 31.03.2014

Erklärt ein Autobesitzer seiner Freundin, er möchte ihr das Auto schenken und gibt ihr die Schlüssel, handelt es sich nicht unbedingt um eine wirksame Schenkung. Das hat das Oberlandesgericht München ...weiter lesen

Kein Schadensersatz nach Sturz eines Krankenhauspatienten
| Stand: 17.12.2013

Geht von einem Krankenhauspatienten keine Sturzgefährdung aus, dann muss das Krankenhauspersonal ihn auch nicht fixieren oder andauernd überwachen. Bei einem Sturz steht Patienten somit kein Schadensersatz zu. ...weiter lesen

Auslandsvollstreckung - revision au fond
| Stand: 20.03.2013

Ist ein zivilrechtliches Urteil ergangen, das in einem anderen Staat vollstreckt werden soll, so gibt es dafür vielfach bilaterale Abkommen oder multilaterale Übereinkommen, die eine Vollstreckungserleichterung ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-27
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.693 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 04.07.2018
Ich hatte eine E-Mail Beratung gebucht für Mietrecht und habe dann Kontakt mit der Rechtsanwältin Alexandra Pritzsche gehabt.sie ist sehr kompetent nimmt sich auch viel Zeit und hat auf jede Frage die richtige passende Antwort gehabt ich kann die Rechtsanwältin nur weiter empfehlen ein großes Lob und vielen Dank noch.

   | Stand: 29.06.2018
Frau Kuner hat mich kompetent , sehr freundlich und zuvorkommend beraten. Vielen Dank Frau Kuner!

   | Stand: 28.06.2018
Ich war sehr zufrieden mit der Beratung von Herrn RA Hoffmann, der mir, in einem für mich komplexen Fall, weitergeholfen hat. Ich werde mich wieder an ihn wenden. Herzlichen Dank

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-27
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilprozessrecht | Nachbarrecht | Zivilprozessrecht | Zivilrecht | Amtsgericht | gerichtlich | Gerichtsbarkeit | Gerichtsort | Gerichtsstand | Gerichtszuständigkeit | Instanzen | Landgericht | Mahngericht | Oberlandesgericht | Registergericht | Zivilgericht | Zivilstreit

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-27
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen