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Tennisarm wegen PC-Arbeit ist keine Berufskrankheit

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 24.03.2014

TennisarmDer Tennisarm kommt nicht nur vom Tennisspielen

Eine intensive Arbeit mit der Computermaus muss keine Ursache für die Erkrankung an einem sogenannten Tennisellenbogen sein. Wahrscheinlicher seien hierfür andere wiederholende Tätigkeiten. Das hat das Hessische Landessozialgericht entschieden und wies damit eine Klage auf Anerkennung als Berufskrankheit ab (Az. L 3 U 28/10).

Ein Mann aus Frankfurt verbrachte täglich mehr als drei Viertel seiner Arbeitszeit damit, komplexe Datenlisten zu bearbeiten. Dadurch musste er stets mit der Maus hoch- und runterscrollen, was ihm seiner Ansicht nach eine Epicondylitis einbrachte, besser bekannt als Tennisarm oder Tennisellenbogen. Die Berufsgenossenschaft erkannte sein Leiden jedoch nicht als Berufserkrankung an. Ihrer Meinung nach falle der Tennisarm nicht unter die „Erkrankungen der Sehnenscheiden“ der Berufskrankheitenliste, die nach jahrelanger Tätigkeit an einem Computer-Arbeitsplatz auftreten können.

Wie die Vorinstanz hat schließlich auch das Hessische Landessozialgericht die Klage des Arbeitnehmers abgewiesen. Medizinische Sachverständigengutachten kamen schließlich zum Ergebnis, dass häufiges Scrollen mit der PC-Maus als Ursache für eine Erkrankung des Ellenbogengelenks unwahrscheinlich sei. „Es gebe keine Studien, die auf diesen möglichen Zusammenhang hinweisen, was die Richter letztlich überzeugte“, erklärt Rechtsanwalt Alexander P. Taubitz das Urteil.

Es seien vielmehr kurze, feinmotorische Handtätigkeiten mit häufigen Wiederholungen, wie etwa Maschinenschreiben oder Klavierspielen, die typischerweise für den Tennisarm sind. Gleiches gelte für achsenungünstige Handbewegungen, etwa beim Hämmern, Schrauben oder eben dem Rückhandspiel beim Tennis. Scrollen und Klicken mit der Maus können allenfalls kurzfristig zu vergleichbaren Bewegungsfrequenzen kommen.

 

Bild: KC Tan Photography/flickr.com/cc-by-sa

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