Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Umgang - Übernachtung von Kleinkindern

Ein Beitrag von Rechtsanwältin Peggy Franke
Stand: 12.12.2013

Haben sich die Eltern getrennt und leben die Kinder beispielsweise bei der Mutter, wird allgemein davon ausgegangen, die Kinder – müssen – alle zwei Wochen das Wochenende zum Vater.

Richtig ist, dass eine derartige Umgangsregelung in der Rechtsprechung über viele Jahre allgemein üblich geworden ist. Es gibt aber kein Gesetz, welches Bestimmungen über die zeitliche Ausgestaltung des Umgangs enthält. § 1684 BGB regelt nur, dass das Kind ein Recht auf Umgang mit jedem Elternteil hat und jeder Elternteil zum Umgang mit dem Kind berechtigt und verpflichtet ist. Über den Umfang des Umgangsrechts kann das Familiengericht entscheiden. Dabei muss in jedem Einzelfall sachgerecht unter Berücksichtigung des Kindeswohles entschieden werden (§ 1697 a BGB). Die körperliche und seelische Entwicklung des Kindes soll nicht gefährdet werden. Selbstverständlich sind bei der Festlegung der Umgangszeiten auch die berechtigten Interessen der Eltern mit zu berücksichtigen.

Alle Umstände der Familiensituation sind zu berücksichtigen, wobei das Alter des Kindes und die Entfernung der Wohnorte der Eltern eine wesentliche Rolle spielen. Auch die elterliche Kommunikation ist von Bedeutung. Ob ein Kleinkind bzw. ein Kind bis zum Alter von 3 Jahren bei dem anderen Elternteil übernachten soll, ist häufig ein Streitpunkt zwischen den Beteiligten und wird auch von der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt. In der älteren Rechtsprechung wird sogar die Übernachtung eines Vorschulkindes abgelehnt. In neuere Entscheidungen, so zum Beispiel des Oberlandesgerichts Frankfurt im Jahre 2002 und des Oberlandesgerichts Zweibrücken im Jahre 2009, wird eine Übernachtung von zweijährigen Kindern bejaht.

Neuere entwicklungspsychologische Studien haben hingegen gezeigt, dass gerade die Übernachtungssituation für kleine Kinder und deren Entwicklung und Bindungsverhalten problematisch ist. Aber wie gesagt – es kommt auf den individuellen Einzelfall an.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Peggy Franke   |Hier klicken





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Familiengericht

Erbberechtigt sind nur Nachkommen im rechtlichen Sinn | Stand: 12.11.2015

FRAGE: Ich wurde im April 1959 unehelich geboren. Die erste Ehe meiner Mutter wurde im Dezember1957 geschieden. Zwei Monate nach meiner Geburt heiratete meine Mutter wieder, ihr Ehemann unterschrie...

ANTWORT: Der Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung ist in § 1598a BGB manifestiert: § 1598a BGB – Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung de ...weiter lesen

Anhörung wegen Versorgungsausgleich | Stand: 18.04.2013

FRAGE: Ich bin seit 24.07.2008 rechtskräftig geschieden. Dies erfolgte im Rahmen einergütlichen Scheidung mit einem Anwalt.Am 19.12.2012 Erfolgte eine Mitteilung vom Amtsgericht den Versorgungsausgleic...

ANTWORT: Frage Teil 1: Worauf muss ich mich bei dieser Anhörung einstellen? Antwort RA: Sie müssen damit rechnen, dass bei der Anhörung sämtliche Fragen erörtert werden, die im Rahmen de ...weiter lesen

Anerkennung einer deutschen Scheidung in Polen | Stand: 13.02.2013

FRAGE: Es geht um die Anerkennung einer deutschen Scheidung in Polen, die im Jahr 2006 rechtskräftig wurde. Ich habe schon beim Familiengericht angerufen wo die Scheidung vollzogen wurde, jedoch nieman...

ANTWORT: Die deutsche Scheidung bedarf in Polen keiner besonderen Anerkennung. Eine deutsche Entscheidung kann für den polnischen Rechtsbereich auch ohne Antrag und förmliches Anerkennungsverfahren beachtlic ...weiter lesen

Versorgungsausgleich trotz guter Absicherung? | Stand: 28.12.2012

FRAGE: Ich bin bay. Beamter und wurde vor nun schon fast 20 Jahren von meiner Frau (ebenfalls bay. Beamtin) geschieden. Ich habe damals in blinder Verzweiflung alles unterschrieben - auch die mir nicht so klar...

ANTWORT: Ziel des gesetzlichen Versorgungsausgleichs ist es, nach Beendigung der Ehe die von den Ehegatten erworbenen Versorgungsanwartschaften gerecht aufzuteilen und dem sozial schwächeren, geschiedene ...weiter lesen

Berechnung von Unterhalt für Sohn | Stand: 07.12.2012

FRAGE: Es geht um den Unterhalt für meinen Sohn 11 Jahre. Ich zahle bisher laut Düsseldorfer Tabelle 309 € bei einem Nettoeinkommen von 2000€. Meine Lebenssituation hat sich in den letzte...

ANTWORT: Teil 1 der Frage „In wie weit hat sich durch meine Situation die Unterhaltszahlung geändert oder auch nicht geändert“: Antwort auf Teil 1 der Frage: Die Lage hat sich geändert ...weiter lesen

Kindesunterhalt und private Krankenversicherung der Kinder | Stand: 25.11.2012

FRAGE: Wir sind seit Nov. 2007 geschieden, die Kinder leben bei der Mutter. Nach der Scheidung musste ich in 2008 eine Privat-Insolvenz eröffnen.Für mich war keine Festanstellung zu finden. Nur freiberuflic...

ANTWORT: Ich teile Ihre Rechtsauffassung, dass Sie aus Kostengründen Ihre Kinder bei sich versichern können und nicht die private KV bezahlen müssen. Da Sie sich mit ihrer Frau nicht einigen können ...weiter lesen

Unterhaltsanspruch - Verjährung | Stand: 20.11.2012

FRAGE: Der Erzeuger meines 24jährigen Sohnes (Student) zahlt seit 12 Jahren keinen Unterhalt. Kann mein Sohn trotz Verjährung wenigstens den laufenden Unterhaltsanspruch einfordern? Erläuterunge...

ANTWORT: Der Unterhaltstitel Ihres Sohnes ist nach wie vor gültig. Auch hinsichtlich der Vergangenheit, titulierte Ansprüche verjähren innerhalb von 30 Jahren. Er sollte parallel zwei Möglichkeite ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Familienrecht
Interessante Beiträge zu Familiengericht

Das Wechselmodell bei gemeinsamem Sorgerecht ist nun einklagbar
| Stand: 06.03.2017

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass das Familiengericht auf Antrag eines Elternteils bei gemeinsamem Sorgerecht auch gegen den Willen des anderen Elternteils ein sogenanntes paritätisches Wechselmodell anordnen ...weiter lesen

Der Hund als Opfer einer Scheidung oder Trennung
| Stand: 21.07.2016

Leider werden Haustiere rechtlich wie eine Sache betrachtet. Das gilt auch im Familienrecht, zum Beispiel erfolgt die Zuweisung eines Hundes nach den Vorschriften zur Hausratsaufteilung, wenn sich ein Paar trennt. Die Parteien ...weiter lesen

Sorgerecht: Wer entscheidet über die Impfung des Kindes?
| Stand: 19.01.2016

Mit Beschluss vom 04.09.2015 (Az. 6 UF 150/15) musste sich das OLG Frankfurt mit der wiederholt auftauchenden Problematik bezüglich Entscheidungen über die Impfung(en) für ein Kind befassen. Die Entscheidung ...weiter lesen

Das staatliche Wächteramt im Familienrecht
| Stand: 05.08.2015

Das staatliche Wächteramt im Familienrecht ist in § 1666 BGB geregelt und wird von den Jugendämtern und den Familiengerichten ausgeübt bzw. überwacht: Wird das körperliche, geistige oder seelische ...weiter lesen

Wann ein Wechselmodell in der Kinderbetreuung vorliegt
| Stand: 26.01.2015

Als Wechselmodell wird im Familienrecht ein Betreuungsmodell bezeichnet, wonach das gemeinsame Kind getrennt lebender und/oder geschiedener Elternteile von beiden Elternteilen gleichermaßen betreut wird. Der Betreuungsaufwand ...weiter lesen

Vertretung des Kindes im Vaterschaftsverfahren
| Stand: 23.06.2014

Das OLG Stuttgart hat entschieden, dass im Vaterschaftsfeststellungsverfahren die Kindesmutter das Kind nicht vertreten kann. Der allein sorgeberechtigten Mutter war nach Auffassung des Gerichts im Verfahren die gesetzliche ...weiter lesen

Näherungs- und Kontaktverbot wegen Drohung über Facebook
| Stand: 20.11.2013

Wer per Facebook jemanden beschimpft und bedroht, dem kann ein Gericht die Näherung und Kontaktaufnahme nach dem Gewaltschutzgesetz verbieten. Das hat das Oberlandesgericht Hamm beschlossen und bestätigte die ...weiter lesen

Unterhalt, Durchsetzbarkeit
| Stand: 30.11.2012

Um zu wissen, welcher Unterhaltsanspruch besteht und welches unterhaltsrechtliche Einkommen erzielt wird, müssen die Unterhaltsberechtigten zunächst einmal wissen, was der Unterhaltspflichtige verdient. Dazu gibt ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-903
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zur Autorin des Beitrages:
Rechtsanwältin Peggy Franke   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.213 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Familienrecht | Adoptionsrecht | Familienrecht | Nachbarrecht | Anwalt Familienrecht | Babyklappe | Beistandschaft | elterliche Sorge | Kinder- und Jugendhilfe | Registergericht | Scheidung | Scheidungsanwalt | Schlichtungsstelle | Standesamt | Verfahrenspfleger | Vormundschaftsgericht

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-903
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen