Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Pfändbarkeit von Weihnachtsgeld

Stand: 10.12.2013

Welch ein Segen, der Arbeitgeber bezahlt Weihnachtsgeld, es kann nun wirklich Weihnachten werden. Kann es wirklich Weihnachten werden? Unsere Gläubiger erwarten natürlich auch, sich vom Weihnachtsgeld etwas abzuschneiden. Ganz besonders das Finanzamt, die Bank, die Krankenversicherung und der Zahnarzt stehen natürlich alle auch immer mit auf der Matte und halten die Hand weit auf, wenn es Weihnachtsgeld gibt.

Ganz besonders bei den schätzungsweise 130.000 Personen in Deutschland, die Privatinsolvenz angemeldet haben und sich in der Wohlverhaltensperiode befinden, und bei Lohn- und Kontenpfändungen stellt sich die bange Frage, wie viel die Gläubiger vom Weihnachtsgeld abschneiden dürfen. § 850a Zivilprozessordnung (ZPO) regelt diese Frage glücklicherweise ausdrücklich:

Weihnachtsvergütungen sind nach Ziffer 4 unpfändbar bis zum Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 Euro. Der pfändbare Anteil vom Weihnachtsgeld berechnet sich wie folgt: Das Bruttoeinkommen laut Lohnabrechnung einschließlich Weihnachtsgeld, abzüglich Lohnnebenkosten (Steuern und Sozialabgaben) ergibt das Nettoeinkommen. Davon ist nach § 850a ZPO vom Weihnachtsgeld unpfändbar die Hälfte, aber maximal 500 Euro.

Pfändbar ist das Weihnachtsgeld also, wenn und insoweit es mehr als die Hälfte des Nettolohns und nicht mehr als 500 Euro beträgt. Wenn man den unpfändbaren Teil des Weihnachtsgelds vom Nettoeinkommen vorab abzieht, dann stellt sich natürlich immer noch die weitere Frage, inwieweit das der Pfändung oder einer Abtretung im Rahmen einer Insolvenz unterworfene Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenzen liegt.

Diese bekannten Pfändungsfreigrenzen ergeben sich aus einer Tabelle nach § 850c ZPO und werden regelmäßig zur Sicherung des Existenzminimums an die allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst. Die aktuellen Beträge ergeben sich aus der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung (PfändFGBek) vom 26.03.2013 Bundesgesetzblatt (BGBl) Jahrgang 2013 Teil I Nr. 16, vom 8. April 2013, S. 710). Als Faustregel kann man sich merken, dass 2013 ein Arbeitseinkommen unter netto 1.050,00 Euro unpfändbar ist. Bei gesetzlichen Unterhaltspflichten erhöht sich der Pfändungsfreibetrag. Wer unterhaltsberechtigt ist, bestimmt § 850c Abs. 1 Satz 2 ZPO.

Bei insgesamt fünf unterhaltsberechtigten Personen wäre dann erst ein Mehrbetrag über 3.203,67 Euro zuzüglich des unpfändbaren Teils des Weihnachtsgelds voll pfändbar. Das, wonach bisher niemand gefragt hat, ist die Frage, wo eigentlich bei Selbständigen das unpfändbare Weihnachtsgeld bleibt?

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Arbeitsentgelt

Verbindlichkeit von Tarifvertrag: Feiertage und Sonderurlaub | Stand: 26.03.2014

FRAGE: Ich habe mit einer Dienstleistungsfirma einen Teilzeitvertrag als stellvertretender Teamleiter Inventuren. Im letzten Jahr wurde unser Teamleiter in Kiel eingesetzt zum Aufbau eines neuen Inventurteams...

ANTWORT: Ob ein für Sie bindender Tarifvertrag vorliegt, kann ich auf Grund des mitgeteilten Sachverhalts nicht mitteilen. Prinzipiell gelten Tarifverträge nur zwischen den Tarifparteien. Das bedeutet ...weiter lesen

Gehaltsverzicht schriftlich festhalten | Stand: 05.11.2012

FRAGE: Aus wirtschaftlichen Gründen (Ertrags und Liquidititätsproblemen) möchten wir mit unseren Mitarbeitern (5) einen vorübergehenden Gehaltsverzicht vereinbaren. Das Gehalt setzt sich zusamme...

ANTWORT: Sanierungsbeiträge (freiwillige Gehaltsverzichte) der Arbeitnehmer zur wirtschaftlichen Gesundung des Unternehmens können das steuerpflichtigen Arbeitsentgelt und das beitragspflichtige Arbeitsentgel ...weiter lesen

Bemessungszeitraum für ALG I - Anerkennung spät gezahltem Lohn | Stand: 10.12.2011

FRAGE: Ich habe zum 31.07.2011 ein Beschäftigungsverhältnis beendet, war ab dem 01.08.2001 arbeitslos und habe Arbeitslosengeld I (und darauf aufbauend Gründungszuschuss) beantragt.Nun hat mei...

ANTWORT: (1) Der Bemessungszeitraum umfasst die beim Ausscheiden des Arbeitslosen aus dem jeweiligen Beschäftigungsverhältnis abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume der versicherungspflichtige ...weiter lesen

Akkordarbeit - Vertragsgestaltung | Stand: 16.01.2011

FRAGE: Seit März 2007 arbeite ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Damals erhielt ich eine Arbeitplatzbeschreibung. Darin gibt es eine einzige Angabe, wie schnell Tätigkeiten auszuführen sind...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,wenn ich Ihre Fragen richtig verstanden habe, dann geht es um die Zeitvorgaben Ihres Arbeitgebers für einzelne von Ihnen regelmäßig auszuführende Tätigkeiten ...weiter lesen

Droht eine Rückforderung des Kurzarbeitergeldes? | Stand: 07.09.2010

FRAGE: Ich arbeite als CAD-Konstrukteur in der Automobilbranche bei einem Ingenieurbüro.Mein Arbeitgeber hat mir nahe gelegt mir eine neue Arbeit zu suchen. Ich bin seit einem Jahr in Kurzarbeit 10 Stunde...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:Das Kurzarbeitergeld wird an den Arbeitgeber ausbezahlt, der dieses an den Arbeitnehmer weiterleitet. Anspruchsinhaber ist der Arbeitnehmer ...weiter lesen

Greift der Bestandsschutz für das höhere Bemessungsentgelt? | Stand: 16.06.2010

FRAGE: Greift in meinem Fall noch der Bestandsschutz für das höhere Bemessungsentgelt gem. § 131 SGB (4) bei erneuter Arbeitslosigkeit?Ich hatte vom 08.01.2008 bis zum 30.06.2008 Arbeitslosengeld...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,grundsätzlich gilt auch für Sie der § 131 Abs. 4 SGB III. Das Problem, was sich hier stellt, ist die Fristberechnung. Da die Arbeitsagentur das "alte" Bemessungsentgel ...weiter lesen

Ein Mitarbeiter hat wiederholt "blau" gemacht - Welche Konsequenzen dürfen folgen? | Stand: 21.08.2009

FRAGE: Ein Mitarbeiter hat wiederholt "blau" gemacht. Diese Woche haben wir ihn darauf angesprochen und ihm eine letzte Chance gegeben. Für eine Wiedergutmachung haben wir verlangt, dass er die 12 Tage al...

ANTWORT: Die Erbringung der Arbeitsleistung eines Arbeitsnehmers ist rechtlich gesehen eine so genannte Fixschuld. Das bedeutet, dass die Arbeitsleistung grundsätzlich nur zu einem bestimmten Zeitpunkt un ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Beiträge zu Arbeitsentgelt

Gefängnis-Guthaben von Strafgefangenen pfändbar
| Stand: 09.01.2014

Nürnberg (D-AH/dp) - Eine Justizvollzugsanstalt ist weder eine Sparkasse noch ein Kreditinstitut. Schon deshalb können im Gefängnis angesammelte Gutschriften arbeitspflichtiger Strafgefangener sehr wohl gepfändet ...weiter lesen

Wie Arbeitgeber Weihnachtsgeschenke versteuern müssen
| Stand: 25.09.2013

Wer als Arbeitgeber/in seinen Mitarbeitern zu Weihnachten eine besondere Freude machen möchte, muss aufpassen: Grundsätzlich gehören nämlich auch Weihnachtsgeschenke zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.213 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Allgemeine Rechtsfragen | Arbeitsrecht | Familienrecht | Arbeitgeber | Arbeitnehmer | Bezüge | Durchschnittsgehalt | Gehalt | Grundvergütung | Lohn | Löhne | Mindestlohn | Nettolohn | Verdienst | Vergütung

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen