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Privatschule darf nicht nach Uracher Plan unterrichten


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Thomas Nolting
Stand: 04.12.2013

Schulgesetz
Neue Lehrmethoden müssen von der Schulaufsichtsbehörde zunächst genehmigt werden

Eine Privatschule, die Kinder und Jugendliche nach dem sogenannten „Uracher Plan“ unterrichtet handelt gegen festgelegte Bestimmungen. Da der Unterricht bei dieser Art von Lehrplan größtenteils im privaten Umfeld der Schüler und somit außerhalb der Schule stattfindet, ist der „Uracher Plan“ gesetzeswidrig. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg entschieden (Az. 9 S 1489/13).

Eine Privatschule stellte beim zuständigen Regierungspräsidium in Freiburg einen Antrag, um dreizehn Kinder nach dem „Uracher Plan“, einem alternativen pädagogischen Konzept zu unterrichten. Hierbei werden die meisten Unterrichtsstunden außerhalb der Schule abgehalten, zu Hause bei den Schülern beispielsweise. Den Antrag wies die Schulbehörde allerdings zurück und sie wollte der Privatschule gleichzeitig verbieten, die Schüler nach dem „Uracher Plan“ zu unterrichten. Um das Verbot sofort durchsetzen zu können, stellte die Behörde einen Eilantrag vor Gericht.

Der Verwaltungsgerichtshof hat den Eilantrag zugelassen, da in diesem Fall ein nicht genehmigter Betrieb vorliege. Nach dem Privatschulgesetz dürfe eine Schule nur mit der Genehmigung der oberen Schulaufsichtsbehörde errichtet und betrieben werden. Dies gelte auch für neue Unterrichtsmethoden. Der „Uracher Plan“ gehört nach Meinung der Richter nicht in das bisher genehmigte Unterrichtskonzept, welches auf der Privatschule durchgeführt wird. Er weiche zu sehr vom Ziel des gemeinsamen Lernens ab. „Möchte eine Privatschule neue Ausbildungsmethoden einführen, so müssen diese zunächst genehmigt werden. Somit wird gewährleistet, dass die Schulpflicht auch tatsächlich nach den gesetzlichen Vorgaben erfüllt wird“, erklärt Rechtsanwalt Thomas Nolting.

Bildquelle: David~/flickr/cc-by

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