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Geladene Pistole unter der Matratze: Waffenbesitzkarte weg


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Roland Hoheisel-Gruler
Stand: 06.11.2013

PistoleEine Waffe darf nicht unterm Bett gelagert werden - schon gar nicht geladen

Wer eine geladene Pistole unter der Matratze aufbewahrt, kann seine Waffenbesitzkarte wegen Unzuverlässigkeit entzogen bekommen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz entschieden (Az. 7 A 10715/13).

Eine angekündigte Überprüfung eines Waffenbesitzers ergab, dass dieser seine Pistolen nicht nur im Waffenschrank aufbewahrte, sondern auch eine geladene Pistole unter der Bettmatratze versteckte. Die Landkreisverwaltung widerrief daraufhin seine Erlaubnis, Waffen zu erwerben, zu besitzen und zu führen. Denn der Waffenbesitzer hätte sicherstellen müssen, dass Dritte keinen Zugang zu den Waffen haben können. „Das Waffengesetz verlangt zudem, dass Munition und Waffen stets getrennt voneinander aufzubewahren sind, sofern sie nicht in einem bestimmten Sicherheitsbehältnis lagern“, erklärt Rechtsanwalt Roland Hoheisel-Gruler.

Der Kontrollierte aber wollte sich das nicht gefallen lassen und klagte gegen den Entzug seiner Waffenbesitzkarte. Schließlich wohne er allein im Haus und Nichtberechtigte hätten somit keinen Zugriff auf die Waffen.

Sowohl das Verwaltungsgericht als auch das Oberverwaltungsgericht folgten dieser Argumentation nicht. Sie waren davon überzeugt, dass der Waffenbesitzer unzuverlässig im Sinne des Waffengesetzes ist und sein Entzug der Erlaubnis somit rechtens. Ohne Zweifel verstoße er mit einer geladenen Pistole unter der Matratze gegen die Aufbewahrungsvorschriften. Denn die Waffe war weder verschlossen noch getrennt von der Munition gelagert. Dass der Kläger allein wohne, ändere nichts an der unsachgemäßen Lagerung. Das rechtfertige die Annahme, dass er Waffen und Munition auch zukünftig nicht ordnungsgemäß aufbewahrt.

Bild: Grandpa & Grandma T./flickr.com/cc-by

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