Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Leitungswasserschaden bei Renovierungsarbeiten

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz
Stand: 04.11.2013

Kommt es bei Renovierungsarbeiten in einem Haus zu einem Leitungswasserschaden, hat in der Regel die Gebäudeversicherung dafür einzustehen. Selbst dann, wenn der Versicherer sich in den Vertragsbedingungen leistungsfrei gestellt hat, solange das versicherte Gebäude „noch nicht bezugsfertig“ oder „wegen Umbauarbeiten“ für seinen Zweck nicht mehr benutzbar ist. Darauf hat der Bundesgerichtshof bestanden (Az. IV ZR 259/12).

In dem Rechtsstreit über drei Instanzen ging es um ein vor fast einem halben Jahrhundert errichtetes Reihenendhaus. Vor fünf Jahren zogen die letzten Mieter aus und der Eigentümer ließ das leer stehende Gebäude peu à peu renovieren. Dabei stellte der für das Bauunternehmen tätige Architekt eines Tages fest, dass im Erdgeschoss ein offenbar defekter Küchen-Wasserhahn einen erheblichen Leitungswasserschaden verursacht hatte. Den wollte der Hauseigentümer nun von seiner Versicherung mit 40.066,76 Euro beglichen haben.

Die Assekuranz allerdings verweigerte die Auszahlung des Betrags. Bei einem Ortstermin mit dem Regulierungsbeauftragten habe man festgestellt, dass im Erdgeschoss weder die Fliesen im Flur noch das Laminat im Wohnzimmer verlegt und auch beide Bäder noch nicht saniert waren – sich der vom Wasserschaden betroffene Teil des Hauses also im Sinne der Vertragspassage zumindest zum Zeitpunkt der Havarie im Umbau befand und damit „nicht mehr benutzbar“ gewesen sei – also zumindest vorübergehend nicht versichert.

Das war Deutschlands obersten Bundesrichter doch etwas zu weit gegriffen. Ein „Umbau“ im Sinne des Leistungsausschlusses setze eine Umgestaltung des versicherten Gebäudes voraus, die in ihrer Qualität einer Neuerrichtung gleichkommen muss. „Die Zahlungsverweigerung der Versicherung könne dagegen bei bloßen Renovierungsarbeiten wie hier nicht auf die fehlende Bezugsfertigkeit des Hauses gestützt werden, weil die einmal begründete Bezugsfertigkeit dadurch nicht unterbrochen oder beendet worden ist“, erklärt Rechtsanwalt Alexander P. Taubitz die Karlsruher Entscheidung. Jedenfalls sei nicht jede vorübergehende Nutzungseinschränkung, wie sie etwa bei Renovierungsarbeiten entsteht, als Umbau im Sinne des Leistungsausschlusses einzustufen.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken





Rechtsbeiträge über Miet-/ Immobilienrecht
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Fliesen

In welchem Umfang muss nach 17 Jahren Wohnzeit bei Auzug renoviert werden? | Stand: 26.03.2017

FRAGE: Es geht um die Wohnung meiner Schwiegereltern. Mein Schwiegervater ist im Februar Verstorben, meine Schwiegermutter hat Demenz. Die Wohnung wurde jetzt gekündigt, aber die Wohnungsgesellschaft verlangt...

ANTWORT: Generell ist eine Aussage zu dem Umfang der Renovierungspflichten bei Ende eines Mietverhältnisses ohne Kenntnis des Mietvertrages kaum möglich. Eine Pflicht zur Renovierung der Wohnung besteh ...weiter lesen

Instandsetzung einer Mietwohnung bei Auszug | Stand: 27.10.2014

FRAGE: Ich war von 1993 bis 2012 Mieter in einer Wohnungsgenossenschaft. Danach übergab ich die Wohnung mit Abnahme-Protokoll an meine beiden Töchter, welche nun das Mietverhältnis beenden.De...

ANTWORT: Sie haben sich in Ihrer mietrechtlichen Angelegenheit an mich gewandt. Hierzu kann ich Ihnen folgendes sagen: Zunächst ist zu prüfen, ob das Mietverhältnis mit Ihnen beendet und mit Ihre ...weiter lesen

Nachlass bei Eigenverlegung von Laminat | Stand: 03.09.2014

FRAGE: Wir haben Streit mit unserem Bauunternehmen über Mehrkosten, die für die von uns gewünschten Oberbelege/Laminat erhoben werden.In unserem Vertrag, der Ende letzten Jahres geschlossen wurde...

ANTWORT: 1. Müssen wir die die Reduktion von 5.500,00 Euro auf 4.125,00 Euro ohne Begründung hinnehmen? Nein, das müssen Sie wahrscheinlich nicht. Es war vertraglich vereinbart, daß Sie be ...weiter lesen

Vermieterin beschwert sich 4 Wochen nach Wohnungsabnahme | Stand: 27.01.2014

FRAGE: Ich bezog eine Mietwohnung für ca. eineinhalb Jahre.Zum 31.12.2003 habe ich fristgerecht gekündigt.Am 27.12. erfolgte die Besichtigung der Wohnung mit der Vermieterin und Übergabe der Schlüssel...

ANTWORT: Prinzipiell ist es einem Vermieter gestattet, auch bei Vorliegen eines Übergabeprotokolls noch nachträglich Schäden zu reklamieren. Ein Übergabeprotokoll stellt lediglich eine Beweiserleichterun ...weiter lesen

Mangel in Wohnung: Mieter fordert Austausch des Teppichbodens | Stand: 05.06.2012

FRAGE: Ich habe in 2007 eine Wohnung mit Teppichboden vermietet. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses war der Teppichboden 13 Jahre alt und in einem ordentlichen gebrauchsfähigen Zustand. Es bestand Einigkei...

ANTWORT: Frage 1.: Reicht hier für den Einwand eines Mangels allein der Verweis auf das Alter des Teppichbodens aus, oder kommt es zusätzlich auch auf den tatsächlichen Zustand an und muss dadurc ...weiter lesen

Mieter für Schimmelbildung haftbar machen | Stand: 17.04.2012

FRAGE: Wasserschaden mit Schimmelbildung in Neubauwohnung (7 Jahre alt).Mein Mieter zeigte mir bei Auszug eine aufgesprungene Rückseite des mit gemieteten Einbauschrankes. Der sofort herbeigerufene Handwerke...

ANTWORT: Fragestellung: Kann man den Mieter für den Schaden haftbar machen. Er hätte doch merken müssen, dass die Schrankhinterwand feucht wird und sich rechtzeitig melden.Sofern es sich bei Ihre ...weiter lesen

Entfernen von Pflanzen aus dem Garten | Stand: 26.08.2010

FRAGE: Das gemietete Haus ist bereits zum 31.10.10 gekündigt. Darf ich Pflanzen bzw. Sträucher (die ich bezahlt habe) die im Garten bepflanzt sind, wieder entfernen? Nächste Frage: wenn wir vo...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,anhand der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:1. PflanzenDurch das anwachsen der Pflanzen in den Boden des Vermieters, is ...weiter lesen


Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-11
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.707 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 25.07.2018
Danke hatte angerufen wegen fahren ohne Fahrerlaubnis

   | Stand: 24.07.2018
Leider ist Hr. Koch nicht in der liste, aber ich bin sehr zufrieden mit der netten und kompetenten Beratung.

   | Stand: 18.07.2018
Sehr geehrte Damen und Herren,das ist eine sehr gute PLattform, um offene Fragen zu Rechtsproblemen zu klären.Ich werde sicher wieder einmal nutzen und auch weiter empfehlen.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Mietrecht | Baurecht (öffentliches) | Baurecht | Mietrecht | Abnutzung Teppichboden | Auslegware | Bodenbelag | Fußboden | Fußbodenbelag | Laminat | Mieter | Mietvertrag | Parkett | Teppich | Teppichboden | Pflegedokumentation

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-11
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen