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Ärztliche Behandlungsalternativen


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 04.09.2013

Ärzte dürfen die Entscheidungsfreiheit eines Patienten nicht darauf begrenzen, was sie selbst aus ihrer eigenen medizinischen Sicht für sinnvoll halten. Nur ein objektiv und umfassend informierter Patient kann von seinem gesetzlichen Selbstbestimmungsrecht Gebrauch machen. Die Selbstbestimmungsaufklärung aber ist ärztliche Vertragspflicht einer ordnungsgemäßen Behandlung und Voraussetzung für eine rechtlich wirksame Einwilligung des Patienten. Das hat das Oberlandesgericht Naumburg klargestellt (Az. 1 U 108/12).

Eine 64-jährige, die im mehr seit 30 Jahren zahnlosen Oberkiefer eine in letzter Zeit nicht mehr richtig haltende Prothese trug, war von ihrem Zahnarzt in eine kieferchirurgische Gemeinschaftspraxis überwiesen worden. Im Überweisungsschein hieß es ausdrücklich: „Erbitte Beratung“. Die Chirurgen rieten der Frau sofort zu einer aufwendigen Implantatversorgung, die mit einer riskanten Vorverlegung und Schwenkung des Oberkiefers verbunden war. Weitere Alternativen erwähnten sie nicht.

Dabei hätte es zum Beispiel ein Verfahren unter Verwendung von Knochenersatzmaterial gegeben. Damit wäre zwar kein optimales, aber ein alltagstaugliches Ergebnis zu erzielen gewesen. Und garantiert hätte es nicht zum Abriss der Gaumenarterien führen können, wie es der Patientin nun geschah. Nicht nur die beiden Gaumenarterien rissen ab, sondern es zerbrach auch der Oberkiefer. Trotz weiterer Operationen gelang es nicht, die Verbindung zwischen Mund- und Nasenhöhlen wieder zu schließen. Die Implantate hielten ebenso wenig und mussten wieder entfernt werden. Schließlich passte auch die alte Prothese der Frau nicht mehr und es gibt keinen ausreichenden Halt mehr für irgendeinen anderen Zahnersatz. Weshalb die Frau ein erhebliches Schmerzensgeld verlangte.

Und das zu Recht, wie das Gericht entschied und ihr letztendlich 27.000 Euro zusprach. Ärzte sind verpflichtet, ihren Patienten auch weniger hochwertige Alternativen vorzuschlagen, wenn sie danach gefragt werden. Das aber hat die Frau getan. Denn sie hat die Praxis laut Überweisungsschein ausdrücklich mit dem Ziel aufgesucht, sich zunächst beraten zu lassen. Die Patientin war also eindeutig auf der Suche nach Alternativen zu ihrer bisherigen Prothesen-Versorgung. Deshalb durften die Kieferchirurgen ihr nicht einzig und allein zur – dann sogar noch schief gelaufenen – Versorgung mit dem dazu erforderlichen umfangreichen operativen Eingriff raten, weil sie dies für die beste Variante hielten. Vielmehr hätten sie auch auf andere Versorgungsmöglichkeiten zumindest hinweisen müssen, die womöglich weniger komfortabel, aber auch weniger risikoreich sind. „Letztlich handelt es sich um eine individuelle Entscheidung des Patienten“, erklärt Rechtsanwalt Tim Vlachos das nicht zur Revision zugelassene Urteil.

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