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Kein Werkstudentenprivileg nach 13 Jahren Dauerstudium

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Alexandra Wimmer
Stand: 02.09.2013

Wessen Studium bereits das 26. Semester erreicht hat, weil er pro Halbjahr nur jeweils eine Prüfung ablegen will, und der dabei aber 20 Stunden pro Woche anderweitig in Lohn und Arbeit ist, kann nicht mehr als Student fungieren. Darauf hat jetzt das Sozialgericht Stuttgart bestanden (Az. S 22 R 5662/11).

Selbst wenn er sich direkt vor den Prüfungen in der Regel von seinem Arbeitgeber eine Auszeit von drei Wochen nimmt, die er zur Erfüllung der vereinbarten Wochenarbeitszeit entsprechend vor- oder nacharbeitet, kann jedenfalls keine Rede mehr von einem „ordentlichen Studierenden“ sein. „Somit gilt für ihn auch nicht das sogenannte Werksstudentenprivileg, das ihn gegenüber der gesetzlichen Kranken-, sozialen Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei stellen würde“, erklärt Rechtsanwältin Alexandra Wimmer.

Sein Arbeitgeber muss also die in diesem Fall von einer Betriebsprüfung aufgedeckten Rückstände bei den Sozialversicherungsbeiträgen des selbst ernannten „ewigen Studenten“ voll nachzahlen.

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