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Golf-Profi muss Pop-Art-Portrait nicht dulden

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Alexandra Wimmer
Stand: 26.07.2013

Golfer Markus KaymerEin Künstler verkaufte Portraits von Markus Kaymer ohne seine Zustimmung

Der prominente deutsche Golfer Markus Kaymer muss nicht den Verkauf von Portraitbildern hinnehmen, die auf einer Fotografie basieren und lediglich im Pop-Art-Stil verfremdet wurden. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf in zweiter Instanz entschieden und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts (Az. I-20 U 190/12).

Ein Künstler hatte Fotografien des deutschen Golf-Profis umgestaltet und sie über seine Homepage sowie über Ebay zum Verkauf angeboten. Das geschah ohne Einwilligung des Prominenten, so dass dieser sich dagegen mit einer Abmahnung wehrte und vom Künstler Unterlassung und Schadensersatz forderte. Der Künstler aber sah sich im Recht und berief sich auf ein höheres Interesse der Kunst. Mit den Bildern huldige er den Sportler und entspreche einem allgemeinen Interesse nach Information.

Wie auch die erste Instanz stellte das Oberlandesgericht Düsseldorf eine Persönlichkeitsrechtsverletzung des Golfers fest und verurteilte den Künstler zur Unterlassung und zum Schadensersatz. Vom rein handwerklichen Können abgesehen sei ein künstlerischer Gehalt nicht zu erkennen – die Bilder hätten überwiegend dekorativen Charakter. Die Richter sind der Meinung, dass hier kommerzielle statt künstlerische Interessen vorliegen. „Eine Fotobearbeitung allein muss noch nicht als künstlerisches Schaffen gewertet werden. Der Künstler hätte Recht bekommen können, wenn er etwa selbstgemalte Bilder verkauft hätte“, erklärt Rechtsanwältin Alexandra Wimmer.

Darüber hinaus stuften die Richter den allgemeinen Informationswert der Werke als gering ein. Kaymer werde nicht einmal als Golfer dargestellt, daher überwiege alles in allem sein Recht am eigenen Bild.

Bild: Pvt pauline/Wikimedia Commons/cc-by-sa

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