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Ausbildungsunterhalt trotz drei Jahre Praktika und Hilfsjobs

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Heike Brüggemann
Stand: 09.07.2013

Arbeiten vor der AusbildungFehlen gute Noten, haben Jugendliche oft hart zu arbeiten, bevor sie einen Ausbildungsplatz bekommen

Der Anspruch auf Ausbildungsunterhalt erlischt nicht, wenn man sich drei Jahre lang durch mehrere Jobs schlägt und Praktika absolviert, sofern damit noch immer ein Ausbildungsplatz angestrebt wird. Das hat der Bundesgerichtshof klargestellt und wies die Beschwerde eines unterhaltspflichtigen Vaters ab (Az. XII ZB 220/12).

Eine Tochter getrennter Eltern erlangte ihre mittlere Reife mit dem Notendurchschnitt von 3,6. Nachdem sie nicht direkt anschließend einen Ausbildungsplatz bekommen konnte, durchlief sie mehrere Praktika und arbeitete als ungelernte Kraft in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen. In dieser Zeit verdiente sie ihr eigenes Geld und bekam keinen Unterhalt vom Vater. Diesen forderte sie aber wieder ein, als sie drei Jahre nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung als Fleischereifachverkäuferin aufnehmen konnte. Er aber war der Meinung, dass ihr Anspruch auf Ausbildungsunterhalt aufgrund der Verzögerung des jahrelangen Jobbens verwirkt sei.

Das Familiengericht aber verpflichtete den Vater, seiner Tochter einen laufenden Unterhalt zu zahlen. Seine Beschwerden vor dem Oberlandesgericht und auch vor dem Bundesgerichtshof blieben erfolglos.

Der Ausbildungsanspruch ist vom sogenannten Gegenseitigkeitsprinzip geprägt: „Die Eltern sind verpflichtet, ihrem Kind eine Ausbildung dessen Fähigkeiten und Neigungen entsprechend zu ermöglichen. Dafür obliegt es dem Kind, die Ausbildung pflichtbewusst und in angemessener Zeit zu absolvieren“, erklärt Rechtsanwältin Heike Brüggemann. Die Unterhaltspflichtigen können zwar die Zielstrebigkeit nach jahrelangem Jobben anzweifeln, diese muss jedoch nach drei Jahren nicht automatisch verloren sein – davon ist die höchste Gerichtsinstanz überzeugt.

Die Bundesrichter sind der Meinung, dass sich Schulabgänger mit schwachen Schulzeugnissen in der Praxis umso länger bewähren müssten. Daher können drei Jahre mit Praktika und Hilfsjobs der Berufsorientierung dienen und widersprechen nicht der Zielstrebigkeit, die Ausbildung in angemessener Zeit zu durchlaufen.

Bild: laura.ouimette/flickr.com/cc-by

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