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Ganze Klasse fällt durchs Abitur - wer ist daran Schuld?

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 04.07.2013

Schlafen beim LernenIn der Prüfung eingeschlafen? Oder wie kommt es, dass alle Schüler einer Klasse das Abi nicht bestehen?

Wie kann ein ganzer Jahrgang einer Schule das Abitur nicht bestehen? Schaffen doch in Bayern stets mehr als 90 Prozent der Anwärter die Prüfung zur Hochschulreife. An einer privaten Fachhochschule im unterfränkischen Schweinfurt aber schaffte es kein einziger. In den Prüfungsfächern Mathe, Technik und Wirtschaft hatten fast alle der 27 Abiturienten die Note 6. Offensichtlich kann für so ein Ergebnis nicht einfach die Faulheit der Schüler verantwortlich gemacht werden. Die Gründe seien auch „im strukturellen Bereich“ der Schule zu finden – davon ist das bayerische Kultusministerium überzeugt. Natürlich muss nun die Schulaufsicht dieser noch nie da gewesenen Durchfallquote auf den Grund gehen. Die Schüler verlieren dadurch ein Jahr und die Eltern haben für die Bildung ihrer Kinder Schulgeld an die Privatschule zahlen müssen. Können sie nun rechtliche Ansprüche geltend machen?

Eine Privatschule bietet zwar eine besondere Betreuung, „eine Garantie zum Bestehen des Abiturs erwirbt man mit dem Schulgeld natürlich nicht“, betont der Rechtsanwalt für Schulrecht, Dr. Dietmar Breer. Eine staatlich genehmigte Schule darf lediglich einen gewissen Mindeststandard in der Lehrqualität nicht unterschreiten. Dass nun Schadenersatzansprüche gegen die Privatschule geltend gemacht werden, hält der Anwalt nicht für ausgeschlossen: „Können gravierende Verstöße gegen den Schulvertrag nachgewiesen werden, muss die Schule unter Umständen das Schulgeld zurückzahlen“, so Dr. Breer. Wenn zu oft Stunden ausfallen oder der Lehrplan nicht korrekt umgesetzt wurde, indem etwa Lehrer falsche Themenschwerpunkte gesetzt hätten, wäre die Schule ihren vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen und die Eltern hätten gute Chancen.

Den verspäteten Berufseinstieg als Schaden geltend zu machen, hält Rechtsanwalt Dr. Breer hingegen für schwierig: „Es müsste schon ein Schüler die feste Zusage eines Ausbildungsplatzes vorweisen können, welchen er nun aufgrund der mangelhaften Abiturvorbereitung seitens der Schule nicht antreten kann.“ Den Schadenersatzanspruch zu beziffern sei hier ohnehin nicht möglich, denn über das ausbleibende Gehalt könne man nur mutmaßen. „Allgemein enden Streitfälle über einen ausbleibenden Gewinn deswegen meistens mit einem Vergleich“, erklärt der Anwalt.

Wie auch immer Schüler oder Eltern gegen die Schule vorgehen würden, müssten sie auch begründen, warum ihnen die mangelhafte Unterrichtsqualität nicht schon vorher aufgefallen ist und warum sie nicht schon eher dagegen vorgegangen sind.

Bild: Jixar/flickr.com/cc-by

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