Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Mitverschulden beim Skiunfall

Stand: 27.05.2013

Beinahe zeitgleich mit dem tragischen Skiunfall eines bekannten Politikers landete die Schadensersatzforderung einer Skiläuferin gegen einen Skiläufer, der sie umgefahren und erheblich verletzt hatte, vor Gericht. Dabei hatte die Skiläuferin an einer gut einsehbaren Stelle und unstreitig unter Einhaltung der FIS-Regeln auf der Piste angehalten, als ein talwärts fahrender Läufer die Kontrolle über seine Ski verlor und die Skiläuferin mit hoher Geschwindigkeit umfuhr. Sie erlitt dadurch erhebliche Verletzungen - unter anderem auch Kopfverletzungen. Ein klarer Fall mag die Skiläuferin im Hinblick auf die bisherige Rechtsprechung gedacht haben, wonach grundsätzlich der Talfahrende entsprechend nach den FIS-Regeln, auf der Piste stehende Mitläufer zu achten und Richtung und Geschwindigkeit so anzupassen hat, dass Gefährdungen für den Stehenden oder auch langsamer Vorausfahrenden ausgeschlossen sind. Damit gab sich das eingeschaltete Gericht OLG München mit Urteil vom 22.03.2012 Az. 8 U 3652/11 jedoch nicht so pauschal zufrieden und prüfte, ob und ggf. in welchem Umfang der Geschädigten ein Mitverschulden anzulasten war.

Dabei stellte sich heraus, dass die Verletzte zumindest die Kopfverletzungen hätte vermeiden können, wenn sie zum Unfallzeitpunkt, also auf der Piste einen Skihelm getragen hätte. Hierzu führt das Gericht weiter aus, dass zwar am Unfallort wie auf fast allen anderen europäischen Skipisten zumindest für Erwachsene keine Helmpflicht besteht, aber durch die veränderten Verhaltensweisen Sportler immer häufiger schützende Ausrüstung einsetzen. Da das Tragen eines Skihelms erfahrungsgemäß einen nicht unerheblichen Schutz gegen Kopfverletzungen garantiert und vorliegend die Kopfverletzung bei Tragen eines Skihelms nicht eingetreten wäre, hätte die Skifahrerin unter Berücksichtigung der ihr selber gegenüber bestehenden Obliegenheitpflicht zu ihrem Eigenschutz einen Skihelm tragen müssen.

Dies auch vor dem Hintergrund der ständig steigenden Zahl von Skiläufern auf den Pisten und der materialbedingt immer höheren Fahrgeschwindigkeiten. Vor diesem Hintergrund kommt nach Auffassung des OLG München dem Tragen eines Skihelms eine solch hohe Bedeutung zu, dass im vorliegenden Fall der Skiläuferin ein hälftiges Mitverschulden anzulasten sei, und sprach ihr daher nur 50 % des geltend gemachten Schadens zu.

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Minusstunden

Minusstunden trotz Krankschreibung und privates KFZ als Dienstfahrzeug | Stand: 06.06.2014

FRAGE: Meine Freundin arbeitet seit ca. 5 Jahren bei der Lebenshilfe in Heiningen bei Göppingen. Sie ist dort für die Betreuung von körperlich und geistig behinderten Menschen eingesetzt. Ihr Angestellenverhältni...

ANTWORT: In Beantwortung ihrer Fragen teile ich Ihnen mit, dass während einer ärztlichen attestierten Arbeitsunfähigkeit der Arbeitnehmer keine Arbeitsleistung erbringen muss. Für die versäumte ...weiter lesen

Lohnkürzung bei Minusstunden | Stand: 01.04.2014

FRAGE: Ich hatte einen Jahresvertrag vom 01.04. - 03.04.2013 in einer Bäckerei/SB Café mit einem Stundenvolumen von 151,5 h pro Monat. (35 Stunden-Woche)Anschließend einen Jahresvertrag vo...

ANTWORT: Nein, Ihr Arbeitgeber muss Ihnen Ihren vollen Lohn auszahlen. Zu den sogenannten Minusstunden gilt folgendes:Minusstunden können mit Überstunden verrechnet werden.Minusstunden entstehen, wen ...weiter lesen

Kurzfristige Abänderung von Dienstplan | Stand: 18.03.2014

FRAGE: Ich arbeite in einer Filiale einer großen Buchhandels GmbH. Die Arbeits/Dienstpläne werden von den jeweiligen Filialleitungen nach den Vorgaben der Geschäftsleitung erstellt. Wenn jeman...

ANTWORT: Auf Grundlage des Arbeitsvertrages ist Ihr Arbeitgeber dazu berechtigt, seinen Arbeitnehmern Anweisungen zu erteilen beziehungsweise die erwarteten Arbeitsleistungen konkret zu definieren. Dieses Rech ...weiter lesen

Minusstunden werden auf Stunden-Konto übertragen | Stand: 28.08.2013

FRAGE: 1. Ich habe einen Arbeitsvertrag, in dem die Arbeitszeit wie folgt geregelt ist: Die Arbeitszeit u.d. Anzahl der Std. richten sich nach der Auftragslage u. k. an allen Wochentagen incl. Sonn u. Feiertage...

ANTWORT: Arbeitgeber dürfen ohne tarifliche oder betriebsverfassungsrechtliche Grundlage nur dann ein Arbeitszeitkonto führen können, das die Möglichkeit von Minusstunden beinhaltet, wenn de ...weiter lesen

Kündigung erst nacht Aufarbeitung von Minusstunden möglich? | Stand: 18.03.2013

FRAGE: Mein Freund arbeitet als Gärtner und möchte gerne die Firma wechseln. Seine Chefin sagt, dass er erst den Vertrag kündigen kann, wenn er seine Minusstunden vom Arbeitszeitkonto aufgearbeite...

ANTWORT: Die Aussage der Arbeitgeberin Ihres Freundes, dass der Arbeitsvertrag erst gekündigt werden könne, wenn Ihr Freund seine Minusstunden vom Arbeitszeitkonto aufgearbeitet habe, ist nicht zutreffend.Ihre ...weiter lesen

Änderung des Arbeitsverhältnisses ohne Zustimmung des Arbeitnehmers | Stand: 08.01.2011

FRAGE: Folgender Fall steht zur Prüfung:Angestellte im Einzelhandel, inkl. 3-jähriger Ausbilung, ist die Mitarbeiterin seid 10 Jahren im Unternehmen (mittelgroßes Familienunternehmen fü...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,  ein Arbeitsvertrag muss, um wirksam zu sein, nicht schriftlich geschlossen werden, allerdings hat man nach dem Nachweisgesetz einen Anspruch darauf, dass die Inhalte de ...weiter lesen

Darf der Arbeitgeber Minusstunden vom Gehalt abziehen? | Stand: 12.03.2010

FRAGE: Ich habe meinen Arbeitsvertrag innerhalb der Probezeit fristgerecht (Frist 2 Wochen zum Wochenende) gekündigt. Aufgrund der Gegebenheiten eines Gartencenters als Arbeitgeber wird im allgemeinen bereit...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,zu Ihrer Frage:Man muss zunächst zwischen den Minusstunden, die durch den Urlaubsantrag entstanden sind (1) unterscheiden und zwischen den Minusstunden, die mangels Arbeit nich ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Arbeitsrecht
Interessante Beiträge zu Minusstunden

Irreführende Werbeaussage - Händler zurecht abgemahnt
| Stand: 04.06.2013

Wirbt ein Händler für eine Marken-Kaffeemaschine und bietet aber nur eine „No Name“-Kaffeemaschine an, so gilt dies als irreführende Werbung und muss unterlassen werden. Dies hat das Landgericht ...weiter lesen

Verschulden bei KFZ-Unfall auf einem Parkplatz
| Stand: 27.05.2013

Nach ständiger Rechtsprechung ist bei nicht eindeutigem Verschulden nur eines Unfallgegners der Umfang des von jeder Partei zu tragenden Anteils am Gesamtschaden unter Würdigung und Abwägung der wechselseitigen ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-12
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.310 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 28.11.2017
Sehr schnelle und kompetente Beratung. Vielen Dank!

   | Stand: 28.11.2017
Ich habe diese Service schon paar mal benutzt Und fast immer würde mir geholfen. Heute habe ich mit Rechtsanwältin Barbara Weinen gesprochen und die ist wirklich sehr professionell und auch sehr freundlich. Vielen Dank

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht | Arbeitsrecht | Insolvenzrecht | Tarifrecht | Guttage | Jobsharing | Teilzeit | Teilzeitanspruch | Teilzeitarbeitsgesetz | Teilzeitarbeitsvertrag | Teilzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigung | Teilzeitjob | Teilzeitkraft | Teilzeitvertrag | Vertrauensarbeitszeit | Zeiterfassung | Kapovaz

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-12
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen