Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Steuerberater ist nicht verpflichtet, auf eine mögliche Überschuldung hinzuweisen


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit N. N.
Stand: 21.05.2013

InsolvenzEin Steuerberater haftet nicht für einen insolventen Mandanten

Ein Dauermandat von einer GmbH verpflichtet den Steuerberater nicht, den Geschäftsführer auf eine eventuelle Überschuldung des Unternehmens hinzuweisen. Dieser muss die Zeichen einer drohenden Insolvenz selbst erkennen, da der Geschäftsführer die Pflicht hat, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu überblicken. Der Steuerberater muss lediglich den steuerlichen Interessen des Auftraggebers gerecht werden. Das hat das Oberlandesgericht Köln in einem Urteil klargestellt (Az. 8 U 45/11). Der Bundesgerichtshof lehnte die Revision hier zu ab (Az. IX ZR 64/12).

Im vorliegenden Fall wurde ein Geschäftsführer einer GmbH im Insolvenzverfahren mit 260.000 Euro persönlich haftbar gemacht. Es wäre seine Pflicht gewesen, die konkreten Anzeichen der Insolvenzgründe zu erkennen. Der Geschäftsführer aber ist der Meinung, der für die GmbH tätige Steuerberater hätte ihn vor einer möglichen Überschuldung warnen müssen, als dieser damit beauftragt war, Lohnabrechnungen, Steuererklärungen und Jahresabschlüsse für das Unternehmen zu erstellen. Daher stritten Geschäftsführer und Steuerberater um die hälftige Zahlungspflicht des entstandenen Schadens.

Alle Instanzen verneinten den Schadenersatzanspruch des Geschäftsführers gegenüber dem Steuerberater. Dieser sei nicht in der Pflicht, ihn auf eine mögliche Überschuldung hinzuweisen – auch dann nicht, wenn die vom Steuerberater erstellte Bilanz eine deutliche Unterdeckung aufweist. „Eine Warnung des Steuerberaters hätte zwar nicht geschadet, es ist alleinige Aufgabe des Geschäftsführers einer GmbH, Anzeichen einer Überschuldung zu erkennen. Diese ist ein Insolvenzgrund und verpflichtet den Geschäftsführer, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen“, erklärt Rechtsanwalt N.N. . Eine Warn- oder Hinweispflicht des Steuerberaters würde über die Verantwortlichkeit seines Mandats hinausgehen.

Bildquelle: Images_of_Money/flickr/cc-by

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-17
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.





Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Insolvenzverfahren

Verspätete Zahlung bei Verlust von Hauptkunden der Firma | Stand: 02.07.2015

FRAGE: Unser Unternehmen hat einen großen Kunden verloren. (ca 80% der Einnahmen)Nun soll das Urlaubsgeld später gezahlter werden. Worauf ist zu achten? ...

ANTWORT: Sie müssen zunächst Ihren Arbeitsvertrag daraufhin prüfen, ob dieser sogenannte Ausschlußfristen enthält. Sind Ausschlußfristen im Arbeitsvertrag enthalten, dann müsse ...weiter lesen

Pfändungsfreigrenze kann nachträglich heruntergesetzt werden | Stand: 30.03.2015

FRAGE: In einem Insolvenzverfahren hier der Wohlverhaltensphase, hatte ich die Anhebung meiner Pfändungsfreigrenze beim Amtsgericht beantragt. Dieses wurde per Beschluss durch das Gericht genehmigt. Be...

ANTWORT: Leider dürfte das so stimmen. Letztendlich hängt die Verpflichtung zur Überweisung des Betrags ohne Abzug der erhöhten Pfändungsfreigrenze von der genauen Begründung der Erhöhun ...weiter lesen

Pfändungs- und Einziehungsverfügung des Finanzamtes bei einer neu gegründeten UG | Stand: 25.11.2014

FRAGE: Ich arbeite als Freiberufler (freier Texter und Übersetzer) und befinde mich zurzeit in der Regelinsolvenz. Es bestehen Forderungen des Finanzamts über rund 8000 €, die seit meiner Insolven...

ANTWORT: Sie befinden sich in der Wohlverhaltensperiode zur Restschuldbefreiung. Sie sind freiberuflich tätig. Beim Finanzamt sind Steuerschulden in Höhe von ca. EUR 8.000,00 aufgelaufen. Diese sind nich ...weiter lesen

Insolvenzverfahren | Stand: 16.07.2014

FRAGE: Im Dezember 1999 wurde über das Vermögen einer GbR das Insolvenzverfahren eröffnet. Ich war ein Gesellschafter.   Am 13.01.2009 war der Schlusstermin in diesem Insolvenzverfahren...

ANTWORT: Sie haben sich wegen Ihrer insolvenzrechtlichen Fragestellung an mich gewandt. Es geht um Forderungen, für die Sie als Gesellschafter der GbR haften. Dabei geht es um nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge ...weiter lesen

Folgen für eine Gesellschaft bürgerlichen Rechtes bei Insolvenz eines Partners | Stand: 17.06.2014

FRAGE: - Ich bin Inhaber einer GbR (2 Gesellschafter)- gegründet Juni 2011- Umsätze stabil, kostendekend - Gewinn wird reinvestiert in eine stetige Expansion.- Momentan 10 AngestellteSachlage:Durc...

ANTWORT: Zu Ihren Fragen im Einzelnen:Leider ist es so, dass bei einer Insolvenz Ihrerseits auch Ihre GBR-anteile verwertet werden. Für den Fall, dass ein Gesellschafter einer GbR in Insolvenz gerät ...weiter lesen

| Stand: 16.12.2011

FRAGE: Über die Firma X wurde im Dezember 2011 das Insolvenzverfahren errichtet. Bei der Firma handelt es sich um ein Unternehmen, welches mehrer Schmuck- und Juweliergeschäfte entweder selber betreib...

ANTWORT: Bei einem einfachen Eigentumsvorbehalt besteht nach §§ 50 ff InsO ein Absonderungsrecht. Zu beachten ist hier, dass im Normalfall die Verwertung des Absonderungsgutes nach §§ 165 f ...weiter lesen

Das Finanzamt hat das Amtsgericht gebeten, das Insolvenzverfahren gegen mich zu eröffnen | Stand: 27.07.2009

FRAGE: Ich bin seit nunmehr fünf Jahren Selbstständig und habe das Finanzamt nicht bezahlt und kann dies auch nicht mit einem Betrag machen. Das Finanzamt hat das Amtsgericht gebeten, das Insolvenzverfahre...

ANTWORT: Gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit der vom Finanzamt angekündigten Antragstellung auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens Stellung: Dabei ist zunächs ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu Insolvenzverfahren

Pro Ventus GmbH meldet Insolvenz an
| Stand: 18.08.2015

Es war schon fast abzusehen: Nachdem die Finanzaufsicht BaFin der Pro Ventus GmbH die sofortige Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben hatte, folgte der Insolvenzantrag. Das Amtsgericht Aschaffenburg ...weiter lesen

Reform des Insolvenzrechts
| Stand: 20.04.2015

Zum 1. Juli 2014 ist das neue Insolvenzrecht in Kraft getreten. Dies bringt sowohl für Gläubiger als auch für Schuldner einige Änderungen mit sich. Privatpersonen, die Schulden haben, die sie nicht mehr ...weiter lesen

Gefängnis-Guthaben von Strafgefangenen pfändbar
| Stand: 09.01.2014

Nürnberg (D-AH/dp) - Eine Justizvollzugsanstalt ist weder eine Sparkasse noch ein Kreditinstitut. Schon deshalb können im Gefängnis angesammelte Gutschriften arbeitspflichtiger Strafgefangener sehr wohl gepfändet ...weiter lesen

Abweisung des Insolvenzantrags mangels Masse
| Stand: 08.03.2013

Wenn zu befürchten ist, dass der Insolvenzantrag z.B. gegen eine GmbH durch einen der Gläubiger mangels Masse abgewiesen wird (vgl. § 26 InsO), dann bleibt die bange Frage, was nun zu tun ist. Nach dem Scheitern ...weiter lesen

Insolventer Miet-Interessent darf Vermögenslage nicht verschweigen
Nürnberg (D-AH) - Wem sein vorheriger Mietvertrag gekündigt wurde, weil er seinem Vermieter die Miete schuldig geblieben ist, muss vor Abschluss eines neuen Mietvertrages mit einem anderen Vermieter diesen über di ...weiter lesen

Telefonberatung:
Jetzt anrufen unter0900-1 875 000-17
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

20.310 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 28.11.2017
Sehr schnelle und kompetente Beratung. Vielen Dank!

   | Stand: 28.11.2017
Ich habe diese Service schon paar mal benutzt Und fast immer würde mir geholfen. Heute habe ich mit Rechtsanwältin Barbara Weinen gesprochen und die ist wirklich sehr professionell und auch sehr freundlich. Vielen Dank

   | Stand: 25.11.2017
Vielen, vielen Dank für ihre Hilfte, Herr Böckhaus.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-17
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Insolvenzrecht | Gesellschaftsrecht | Handelsrecht | Insolvenzrecht | Firmenschließung | Insolvenzabwicklung | Insolvenzdauer | Insolvenzliste | Insolvenzplan | Insolvenzplanverfahren | Insolvenzverschleppung | Insolvenzverwaltung | Insolvenzverzeichnis | Konkursverfahren | Konkursvergehen | Liquidation | Nullplan | Vollstreckungsschuldner | vorläufigen Insolvenzverwaltung | Vorläufiges Zahlungsverbot | Zahlungsverbot

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-17
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen