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Sturz bei Wanderung: Veranstalter schuld?

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Jetta Kogan
Stand: 25.04.2013

Schadenersatz
Das Wetter ist nicht immer so optimal bei einer Wanderung

Veranstalter von Wanderungen können nicht für Verletzungen haftbar gemacht werden, wenn die Strecke für andere Wandergruppen gefahrlos zu durchqueren ist. Man könne bei nur einem Unfall nicht davon ausgehen, dass eine Pflichtverletzung des Veranstalters vorliegt. Dies hat das Oberlandesgericht Koblenz entschieden (Az. 5 U 34/13).

An einem verregneten Tag wanderte eine Gruppe durch das Ahrtal und die Geschädigte rutschte dabei beim Absteigen von einem Aussichtspunkt aus. Durch den Sturz verletzte sie sich schwer und verklagte den Veranstalter der Wanderung auf Schadenersatz. Nach ihrer Meinung läge eine Verkehrssicherungsverletzung seinerseits vor, da die Unfallstelle zum Zeitpunkt des Unfalls ein erhebliches Risiko dargestellt hat und der Veranstalter dementsprechend hätte handeln müssen. Die Klägerin führte weiter aus, dass eine Warnung oder Absperrung den Unfall hätte vermeiden können. Der Veranstalter meinte dagegen, dass die Klägerin beim Abstieg nicht achtgegeben habe und deswegen heruntergefallen ist.

Das Landgericht Koblenz hat die Klage abgewiesen, denn eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht liege nicht vor. Die Klägerin reichte Berufung ein, aber auch das Oberlandesgericht bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz. „Der Veranstalter muss die Strecke erst sichern oder sperren, wenn partielle Abschnitte schwieriger zu durchqueren sind als üblich“, so Rechtsanwältin Jetta Kasper. In diesem Fall sei die Strecke nur nass gewesen und das kann einem Wanderer zugemutet werden. Von daher könne man die Schuld für den Unfall nicht beim Veranstalter suchen.

Bildquelle: badkleinkirchheim/flickr/cc-by

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