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Arbeitszeugnis: Inhalt, Formalitäten und Rechtliches

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Carsten Dreier
Stand: 03.04.2013

Arbeitszeugnis
Ein gutes Arbeitszeugnis kann die Jobsuche erleichtern

Laut Gesetz haben Arbeitnehmer nach der Beendigung einer ausgeübten Tätigkeit das Recht auf ein Arbeitszeugnis beziehungsweise Zwischenzeugnis - wenn ein Grund dafür vorliegt. Beispielsweise die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle ist ein solcher. Doch welchen Inhalt sollte ein Zeugnis enthalten und was gibt es rechtlich zu beachten? Unser Ratgeber schafft Klarheit:

Es gibt zwei Arten von Arbeitszeugnissen: Da wäre einmal das einfache Arbeitszeugnis, welches nur eine kurze Angabe der Beschäftigung und deren Dauer verrät. Das qualifizierte Zeugnis hingegen liefert eine genaue Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit und bewertet die erbrachten Arbeitsleistungen. Auch der Umgang mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten findet hier Erwähnung. Beurteilt wird meistens auch das mitgebrachte Fachwissen sowie die Art und Weise, wie der Arbeitnehmer mit gestellten Aufgaben umgeht. Der Arbeitnehmer kann frei entscheiden, ob er ein einfaches oder qualifiziertes Zeugnis erhalten möchte. Letzteres macht beim zukünftigen Personalleiter einen besseren Eindruck, da der potenzielle Arbeitgeber viel mehr Informationen über die Leistungen des Bewerbers erhält.

Arbeitszeugnisse haben die Aufgabe, Leistungen und Verhalten von ausscheidenden Mitarbeitern zu bewerten – und das wahrheitsgemäß. „Wurde der ausscheidenden Mitarbeiter zu Unrecht schlecht bewertet, kann der ehemalige Arbeitnehmer vor das Arbeitsgericht gehen und ein korrektes Arbeitszeugnis einklagen“, so Rechtsanwalt Carsten Dreier.

Hier einige Beispiele und deren zugehörige Notenstufen, welche in Arbeitszeugnissen gängig sind:

Note sehr gut:

„Seine Leistungen haben in jeder Hinsicht unsere volle (oftmals wird auch "vollste" geschrieben) Anerkennung gefunden.“

„(...) erledigte Aufgaben stets selbstständig, mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit.“

„(...) war im höchsten Maße zuverlässig.“


Note gut:

„Wir waren mit seinen Leistungen immer sehr zufrieden.“

„(...) über umfassende Fachkenntnisse.“

„(...) erledigte Aufgaben stets selbstständig mit großer Sorgfalt und Genauigkeit.“


Note befriedigend:

„Er hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen.“

„(...) über solide Kenntnisse.“

„(...) zeigte Engagement und Initiative.“


Note ausreichend:

„(...) mit Sorgfalt und Genauigkeit.“

„(...) solides Basiswissen.“

„(...) erledigte zugeteilte Aufgaben zu unserer Zufriedenheit.“


Note mangelhaft:

„Er hat die ihm übertragenen Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse durchgeführt.“

„Das persönliche Verhalten war insgesamt einwandfrei.“

„(...) war in der Regel erfolgreich.“


Note ungenügend:

„(...) war bestrebt sich neuen Situationen anzupassen.“

„Das persönliche Verhalten war im Wesentlichen tadellos.“

„Er zeigte für seine Arbeit Verständnis und Interesse.“

Bildquelle: © eccolo / fotolia

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