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Mieterschutzbund rechnet mit steigenden Heizkosten

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Volker Scheinert
Stand: 03.04.2013

Nach Schätzungen von Experten kommt auf Mieter sowie Haus- und Wohnungseigentümer eine höhere Heizkostenabrechnung zu. Im Vergleich zum Vorjahr sollen die Heizkosten dieses Jahres 10 bis 20 Prozent höher liegen als die des vergangenen Jahres. Gründe dafür seien der lange Winter und steigende Gaspreise. Der Geschäftsführer des Mietervereins zu Hamburg, Siegmund Chychla, beziffert die Mehrkosten auf 150 Euro für das laufende Jahr. Auch für das kommende Jahr rechnet er mit steigenden Kosten – selbst wenn die Energiepreise gleich blieben.

„Auch wenn höhere Heizkosten abzusehen sind, darf ein Vermieter nicht einfach die Vorauszahlung erhöhen“, informiert Rechtsanwalt Volker Scheinert von der Deutschen Anwaltshotline. Erst wenn eine Abrechnung zugrunde liegt, könne diese angepasst werden. Die Heizung aufgrund steigender Kosten öfters an und aus zu machen, wäre allerdings falsch. „Denn durch fehlerhaftes Heizungsverhalten steigt das Risiko der Schimmelbildung“, warnt der Rechtsanwalt. Neben den Kosten für die daraus resultierenden Schäden würde das auch gesundheitliche Beeinträchtigungen bedeuten. Eine leicht niedrigere Durchschnittstemperatur macht daher mehr Sinn als ständiges Abkühlen und Aufheizen.

Schimmel und feuchte Wände kann in einer Mietwohnung ein Mietmangel darstellen, der den Mieter zur Minderung der Grundmiete berechtigt, bis der Vermieter den Schaden behoben hat. „Wenn der Mieter aber zu schlecht heizt und lüftet, scheidet dieser Anspruch aus“, erklärt Scheinert. Auch bei Abwesenheit sollte die Heizung tagsüber nie ganz abgestellt und alle Räumlichkeiten regelmäßig und häufig stoßgelüftet werden. Das Kippen von Fenstern sollte ganz vermieden werden – es ist nahezu wirkungslos und verschwendet lediglich Heizenergie.

Bildquelle: Brent Hasty/Wikimedia Commons/CC-BY-SA

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