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Urteil: Trotz Bestechung des Professors keine Aberkennung des Doktortitels

Stand: 07.02.2013

Universitäten können die Doktorwürde nicht einfach so aberkennen, wenn die Promovierten ihren Doktorvater für die Betreuung bezahlt haben. Selbst dann nicht, wenn dieser wegen Bestechung verurteilt wurde, da jedes Promotionsverfahren einzeln und inhaltlich hätte geprüft werden müssen. So urteilte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (2 LA 333/10 bis 337/10, 348/10 bis 350/10) und bestätigte damit ein Urteil der niederen Instanz.

Im bestimmten Fall ging es um die Doktortitel von acht mittlerweile berufstätigen Juristen, die damals einem Institut für Promotionsvermittlung und -beratung eine fünfstellige Summe zahlten. Ein ehemaliger Rechtsprofessor an der Universität Hannover erhielt davon 4000 Euro als Erfolgshonorar. Über mehrere Jahre hinweg verdiente er so insgesamt 156.000 Euro und wurde wegen Bestechlichkeit zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafverfahren gegen die promovierten Juristen endeten entweder mit Freispruch oder wurden mit Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Die Universität Hannover reagierte darauf, indem Bewerber nun per Promotionsordnung von vornherein ausgeschlossen werden, wenn sie gewerbliche Promotionsberater in Anspruch genommen haben. Außerdem hat sie die Doktorwürde in allen acht Fällen widerrufen.

Jeder Einzelfall hätte aber von der Universität inhaltlich geprüft werden müssen, ob die Arbeiten der Juristen den wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, meinen die Richter des Oberverwaltungsgerichts. Wie auch die Richter des zuvor urteilenden Verwaltungsgerichts halten sie zwar die Befangenheit des Doktorvaters für einen Verfahrensfehler, dadurch ist die Bewertung der Dissertation und anderer Prüfungsleistungen durch die mehrköpfige Promotionskommission nicht unbedingt rechtswidrig. Da die Universität nicht auf Mängel der wissenschaftlichen Leistung prüfte, wie etwa Plagiate oder unerlaubte Hilfsmittel, ist die Rücknahme der Doktortitel fehlerhaft und unwirksam, so das Gericht.

Bildquelle: ginasanders/bigstockphoto.com

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