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Bei Rot über die Kreuzung: Arbeitslosengeld weg


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Tanja Leopold
Stand: 29.01.2013

Frage: Mein Freund, der bei einer Spedition gerade seine Probezeit hatte, ist über Nacht gekündigt worden, weil er wegen eines Rotlicht-Verstoßes seinen Führerschein losgeworden war. Hätte der Chef ihn auch so einfach rauswerfen können, wenn die Probezeit schon zu Ende gewesen wäre?

Antwort: Ja. Und ihr Freund muss jetzt sogar damit rechnen, das Arbeitslosengeld für eine gewisse Zeit gesperrt zu bekommen. Überfährt ein Berufskraftfahrer nämlich eine Ampel bei Rot und verliert wegen des anschließenden Entzugs der Fahrerlaubnis seinen Job, kann das auch zur zumindest vorübergehenden Sperrung des beantragten Arbeitslosengeldes führen.

Ein arbeitsvertragswidriges Verhalten begründet nämlich nicht nur die Kündigung durch den Arbeitgeber, sondern auch eine Sperrzeit der Leistungen von der Arbeitsagentur. Dazu gehört jeglicher Verstoß gegen geschriebene oder ungeschriebene Haupt- und Nebenpflichten aus dem Arbeitsvertrag.

Und das ist zweifellos der Fall, wenn das Unternehmen den Berufskraftfahrer nicht mehr beschäftigen kann, weil er durch das von ihm leichtsinnig verschuldete Verkehrsdelikt den für den Job notwendigen Führerschein verloren hat. Zumal von grober Fahrlässigkeit auszugehen ist, da dem Betroffenen natürlich bewusst sein muss, dass es in seinem Unternehmen auf Grund mangelnder Beschäftigungsalternativen in der Regel keine andere Arbeit für ihn gibt.

Rechtsanwältin Tanja Leopold

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