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Als behindert eingestuft - bringt das steuerliche Vorteile?

Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Jörg-Matthias Bauer
Stand: 01.10.2012

Frage: Ich habe seit längerem ein eigenes Auto und bin jetzt als behindert eingestuft worden. Bringt mir das als Kraftfahrer auch steuerliche Vorteile?

Antwort: Wenn sich aus einer Behinderung höhere Aufwendungen ergeben und der Behinderungsgrad mindestens 25 Prozent oder höher ist, kann man das beim Finanzamt geltend machen. Das wirkt sich unter Umständen zu Ihren Gunsten auf die Steuern aus.

Wer einen Behindertenpass hat, bekommt 153 Euro als monatlichen Zuschuss für den auf seinen Namen angemeldeten Privat-Pkw vom Finanzamt angerechnet. Allerdings muss dafür in dem Pass der Zusatzeintrag "Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel" stehen. Oder "Blindheit", was allerdings für einen aktiven Kraftfahrer wie Sie nicht in Frage kommen dürfte.

Übrigens: Selbst wenn Sie sich wegen der einsetzenden Fahruntüchtigkeit Ihren Wagen jetzt nicht mehr selbst fahren dürften, steht Ihnen derselbe Betrag im Monat für Taxifahrten zu. Allerdings müssen Sie dafür jede Taxirechnung im einzelnen vorlegen.

Eine andere Möglichkeit ist noch, sich als Behinderter von der Versicherungssteuer für das eigene Auto befreien zu lassen. Dazu reicht wieder der oben angeführten Zusatzeintrag in Ihrem Behindertenpass.

Rechtsanwalt Jörg-Matthias Bauer

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