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Privatinsolvenz - warum, wann und wie


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 03.04.2012

Was ist das Ziel einer Privatinsolvenz?

Die Restschuldbefreiung. Diese ermöglicht es dem Schuldner, nach 6-jähriger Wohlverhaltensphase schuldenfrei zu sein. Allerdings ist die Restschuldbefreiung an strikte Vorgaben gebunden. Falsche Angaben zu Vermögensverhältnissen oder ein unangemessener Lebensstil als auch eine Verurteilung wegen Gläubigerbegünstigung können zur Verwehrung einer Restschuldbefreiung führen.

Wer kann sie beantragen?

Jede natürliche Person, also jemand der keine selbstständige Tätigkeit ausübt oder ausgeübt hat. Ausnahme: Selbstständige können auch eine Verbraucherinsolvenz anmelden, wenn es weniger als 20 Gläubiger und keine Verbindlichkeiten aus Beschäftigungsverhältnissen gibt.

Was ist vor der Insolvenz-Anmeldung zu beachten?

Es ist wichtig, dass der Antragssteller zuvor einen sogenannten außergerichtlichen Einigungsversuch initiiert hat. Denn nur wenn der Schuldner seine gesamten Schulden bei allen Gläubigern genau kennt, kann dieser mit Hilfe von Anwälten oder Schuldnerberatungsstellen einen Schuldenbereinigungsplan erstellen. Darin werden die Zahlungen an die Gläubiger festgelegt. Stimmt einer der Gläubiger gegen den Plan, so gilt der Versuch einer außergerichtlichen Einigung als gescheitert. Die Dokumentation dieses Versuches muss anschließend bei der Anmeldung beigelegt werden. Außerdem sollte in der Regel der Schuldner die Restschuldbefreiung gleich mit beantragen.

Wo muss man die Privatinsolvenz beantragen?

Beim zuständigen Amtsgericht, welches sich am Wohnort des Antragsstellers befindet.

Was kann gepfändet werden?

Grundsätzlich alle Vermögenswerte des Insolvenz-Anmelders, wie zum Beispiel Immobilien, Konten, Lebensversicherungen und Bausparverträge. Besonderheiten gelten bei Gemeinschaftseigentum von Ehegatten und bei eingetragenen Partnerschaften. Zu diesem Themenkomplex ergeben sich oftmals rechtliche Besonderheiten, die eine weitere Beratung erforderlich machen. Hat der Schuldner ein Arbeitsverhältnis, prüft der Insolvenzverwalter mit Hilfe der Pfändungstabelle, ob und wie viel Arbeitseinkommen pfändbar ist. Einem alleinstehenden Schuldner ohne Unterhaltspflicht darf bis zu einem Netto-Verdienst von 1029,99 Euro kein Arbeitseinkommen gepfändet werden.


Die Fragen beantwortete Rechtsanwalt Tim Vlachos

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Sehr guter Hinweis von Frau Kress. Vielen DanK!

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