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Automatischer Ausgleich der Rentenansprüche bei einer Scheidung


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwalt Tim Vlachos
Stand: 05.03.2012

Helga Markowki aus Berlin fragt:

Mein Mann und ich lassen uns scheiden. Was wird aus meinen Ansprüchen an seiner Betriebsrente?

 

Rechtsanwalt Tim Vlachos aus  Bergisch Gladbach antwortet:

Seit dem 1. September 2009 hat jedes Ehepaar in der Bundesrepublik eine Art eigenes Rentenkonto erhalten - und zwar in jedem der verschiedenen Versorgungssysteme, egal ob es sich dabei um die gesetzliche Rentenversicherung, berufsständische Versorgungswerke, private Rentenversicherungen oder eben um betriebliche Pensionskassen handelt.

Selbst wenn ein Ehepartner nicht berufstätig war, hat er trotzdem einen Rentenanspruch - nämlich gegen den Versorgungsträger des anderen Ehepartners.  Auf dem Rentenkonto wird bei dieser so genannten "inneren Teilung" laufend die Hälfte des bisherigen Anspruchs gutgeschrieben. Sogar der Anspruch aus der Altersvorsorge liegt bei der Scheidung also schon vollständig vor.

Durch diesen "automatischen" Rentenausgleich wird gewährleistet, dass beide Ehepartner - auch derjenige, der während der Ehe nicht oder nur zeitweise berufstätig sein konnte, weil er sich um den Haushalt und die Kinder kümmern musste - bei der Scheidung Gerechtigkeit erfahren. Alle Rentenansprüche, die während der Ehe erworben wurden, werden unter den Ehegatten gleichmäßig aufgeteilt. Nur wenn beide Ehepartner etwa gleich hohe Rentenansprüche haben, findet im Falle einer Scheidung kein Rentenausgleich statt.

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