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Manteltarifverträge - wozu braucht man sie?


Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit Rechtsanwältin Tanja Leopold
Stand: 28.02.2012

Petra Markus aus Hannover fragt:
Ein Manteltarifvertrag ist doch, wie der Name schon sagt, nur eine besondere Form des Tarifvertrags. Wieso braucht man ihn überhaupt?

 

Rechtsanwältin Tanja Leopold aus Nürnberg antwortet:
Der Inhalt eines solchen Übereinkommens "umfasst" im buchstäblichen Sinne allgemeine und langfristig angelegte Regelungen. Wie etwa Personaleinstellungen und -kündigungen, Krankmeldungen, Zuschlagsregelungen für Mehrarbeit und Schichtdienst sowie die Urlaubsansprüche.  Auch die Weiterbildung der Mitarbeiter und die Auszahlung vermögenswirksamer Leistungen sind oftmals Bestandteil des Manteltarifvertrags.

In der Regel ist die Laufzeit eines Manteltarifvertrages wesentlich länger als die bei "einfachen" Lohn- oder  Gehaltstarifverträgen.  Mitunter fehlt eine Laufzeitangabe sogar ganz. Dann gelten sie so lange, bis sie gekündigt werden.  

Zwar werden sie genauso wie alle Tarifverträge zwischen den so genannten Tarifparteien oder Tarifpartnern ausgehandelt -  also zwischen den in Verbänden organisierten Arbeitgebern sowie den in gewerkschaftlicher Form organisierten Arbeitnehmern. Doch geht es in diesen "grundsätzlichen" Verhandlungen nicht um Lohnfragen, sondern um die so genannten nichtmonetären Arbeitsbedingungen wie etwa Arbeitsschritte und Taktzeiten am Fließband.

Die werden für allgemeinverbindlich erklärt und müssen dann nicht bei jedem neuen Arbeitskampf zum Gegenstand einer Streikauseinandersetzung werden. Darin liegt der Hauptsinn von Manteltarifverträgen: Wie Leuchttürme an der Küste stürmischer Meere den tariflichen Einzelauseinandersetzungen eine gewisse Stabilität und Orientierung zu geben.

Was aber nicht heißt, dass sie ein für alle Mal festgezurrt sind. Während in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg in der Tat immer nur "blanke" Lohnforderungen Gegenstand der Arbeitskämpfe waren,  ging 1973 beispielsweise die Metallarbeiterschaft  im Tarifbezirk Nordbaden/Nordwürttemberg zum ersten mal in der jungen Bundesrepublik wegen eines Manteltarifvertrags in den Ausstand.

Manteltarifverträge sind meistens branchenorientiert. Sie müssen aber nicht allumfassend sein und können sich auch auf nur einzelne Arbeitsbereiche beschränken, die weniger Flexibilität unterliegen.

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