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Lehrer wegen Schuhfetisch suspendiert

Stand: 19.11.2010

Stand: 19.11.2010 SE
Nürnberg (D-AH) - Vertrauen trotz Fetisch? Ein Lehrer, der Fotos sowie Videoclips von Schülerinnen und deren Schuhe in der Schule aufnimmt und im Internet verbreitet, bleibt vom Schuldienst suspendiert. Das entschied das Verwaltungsgericht Karlsruhe und wies damit die Klage eines Oberstudienrats auf Wiedereinstellung ab. Obwohl der Lehrer im Staatsdienst das Amt für seinen Schuhfetisch missbraucht hatte, war er der Meinung, dass ihm Eltern ruhig weiterhin Kinder zur fachlichen und sittlichen Erziehung anvertrauen können. Dem widersprach das Gericht kategorisch und sah weder sein Ansehen als Lehrer, noch das Vertrauensverhältnis für wiederherstellbar (Az. DL 13 K 598/09).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, fotografierte der Chemie-Lehrer die Füße seiner Schülerinnen in ihren Schuhen und bezahlte sie dafür. Anschließend veröffentlichte er die Bilder aber ohne deren Wissen auf einschlägigen Fetisch-Seiten im Internet. Auch drehte er in der Schule einen Videoclip, in dem eine Schülerin auf seinem nackten Oberkörper steht. Der Clip war auf einer Webseite unter der Kategorie female domination zu finden.

Nachdem diese Vorfälle in der Schule bekannt wurden, ist der Pädagoge umgehend vom Dienst enthoben worden, wogegen er vor Gericht zog. Er habe die Schülerinnen nicht in erotischen Posen abgelichtet, da ja die Schuhe und nicht die jungen Frauen das Objekt der Begierde gewesen seien. Das Gericht jedoch unterstellte dem Oberstudienrat grundlegende pädagogische, moralische und ethische Defizite, die mit seiner Arbeit als Erzieher und Vorbild unvereinbar seien. Als pflichtbewusst handelnder Pädagoge habe er die mangelnde Reife der Mädchen nicht ausnutzen und niemals SM-Videos mit seinen Schülerinnen drehen dürfen den Karlsruher Richterspruch. Die Dienstenthebung ist damit gerechtfertigt.

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