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Kündigung einer Auszubildenden

Stand: 09.11.2010

Stand: 09.11.2010 SE
Nürnberg (D-AH) - Stirbt ein Elternteil einer Auszubildenden, so stehen ihr wie alle Arbeitnehmer laut Gesetz zwei Tage Arbeitsbefreiung zu. Doch das heißt nicht, dass dieser Anspruch einfach ohne Absprache mit dem Arbeitgeber umgesetzt werden darf. Vielmehr kann eine solche Eigenmächtigkeit zu Recht zur fristlosen Kündigung führen. Das gilt insbesondere für die Probezeit, wo es keiner weiteren Begründung für die Auflösung des Ausbildungsvertrages oder gar der Zustimmung eines Personalrates bedarf. Darauf hat jetzt das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hingewiesen (Az. 23 Sa 127/10).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, ging es in dieser gerichtlichen Auseinandersetzung um die fristlos gekündigte Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in einem Landes-Bezirksamt. Noch während der als Probezeit vereinbarten ersten drei Monate verstarb der türkische Vater der Auszubildenden. Weil sie die Todes-Nachricht an einem dienstfreien Sonntag erreichte, flog sie noch am Abend in die Türkei, ohne mit ihren Vorgesetzten Kontakt gehabt zu haben. Nach vergeblichen Versuchen in den folgenden Tagen, die Ausbildungsleiterin in Deutschland telefonisch zu erreichen und die Situation mit ihr zu besprechen, teilte sie schließlich lediglich den neun Tage nach dem plötzliche Fernbleiben liegenden Termin der geplanten Rückkehr mit.

Das allerdings war sowohl dem Dienstherrn als auch dem Landesarbeitsgericht zu viel der Eigenmächtigkeit. Die Auszubildende hatte sich durch ihr Verhalten als persönlich unzuverlässig gezeigt und daher als nicht mehr geeignet erwiesen, das Ausbildungsziel zu erreichen - zumal zuvor bereits zwei kleinere Disziplinarverstöße angemahnt worden waren das Urteil. Auch die angeführte religiöse, ethnische und moralisch-menschliche Pflicht zur Teilnahme an der Beerdigung in der Türkei kann kein Grund sein, die Ausbildungs- und Dienststelle in Deutschland ohne jegliche Absprache vor vollendete Tatsachen zu stellen.

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   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

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