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Steuern für Neugestaltung des Gartens

Stand: 09.09.2010

Stand: 09.09.2010 SE
Nürnberg (D-AH) - Ein Häuslebauer, der sein Eigenheim mit einem hübschen Garten zu umkränzen gedenkt, sollte bei der Kalkulation des grünen Paradieses besser nicht mit Abschlägen in der Einkommenssteuer rechnen. Zumindest dann nicht, wenn es dabei um die gärtnerische Neugestaltung eines Wiesengeländes geht. Bei den damit verbundenen Aufwendungen handelt es sich nach aktueller Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az. 4 K 2708/07) weder um haushaltsnahe Dienst- noch um Handwerkerleistungen, wie sie ansonsten mit jeweils höchstens 600 Euro steuerermäßigend angerechnet werden dürften.

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, hatte das betroffene Ehepaar ein neu errichtetes Eigenheim bezogen, das zunächst von einer naturbelassenen Wiese umgeben war. Diese wandelten die beiden drei Jahre später in einen wunderschönen Garten um. Und weil sie sich besonders clever dünkten, rechneten sie die Kosten dafür auf zweierlei Weise in ihre Erklärung zur Einkommensteuer ein: Erstens für Erd- und Pflanzarbeiten im Umfang von 3.177 Euro das eine Limit von 600 Euro für haushaltsnahe Dienstleistungen. Und zweitens weitere 600 Euro als anderes Limit für die 4.457 Euro teure Errichtung einer Stützmauer als Handwerkerleistungen.

Doch doppelt gemoppelt ist mitunter mehr als einmal zu viel. Die Neustädter Finanzrichter machten der Ordnung halber gleich klar, dass es sich bei einer erstmaligen Gartengestaltung wie dieser um nur eine einzige Maßnahme handele, die man insgesamt entweder allein als Haushaltshilfe oder aber ausschließlich als Handwerkerleistung vom Fiskus subventioniert bekommen könne.

Wobei, und das war der eigentliche Knackpunkt, eine steuerliche Begünstigung sowieso nur für Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsarbeiten in Frage kommt. Wovon aber hier nicht die Rede sein könne, weil die ursprünglich wilde Wiese nun mal mangels menschlichen Eingriffs schwerlich schon als Garten einzustufen wäre. Mit der totalen Neugestaltung des Geländes aber entfallen die Voraussetzungen für jede der beiden Steuerbegünstigungen - egal, wie man das nun zu splitten versucht.

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