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Geschützten Tierarten brauchen Herkunftsnachweis

Stand: 10.01.2008

Stand: 10.01.2008 SE

Nürnberg (D-AH) - Der Besitz und das Halten von nach EU-Recht geschützten Tierarten ist in Deutschland nur ausnahmsweise erlaubt. Der Tierhalter muss jederzeit seine Besitzberechtigung nachweisen können. Das hat das Verwaltungsgericht Göttingen (Az. 4 A 182/05) im Falle eines Göttinger Reptilienliebhabers bekräftigt. Die Tiere müssen rechtmäßig erworben und in der Europäischen Gemeinschaft gezüchtet, durch künstliche Vermehrung gewonnen oder der Natur entnommen wurden sein, berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline.

Vom Landkreis Göttingen wurden zwei unter Natur- und Artenschutz stehende Schildkröten des passionierten Terrarianers beschlagnahmt. Der Reptilienfreund hielt dies für rechtswidrig. Schließlich besitze er die geforderte Besitzberechtigung. Dass er die Spornschildkröte auf einer Reptilienbörse rechtmäßig erworben habe, könne er anhand der Quittung beweisen. Und für die Aldabra-Riesenschildkröte, die er von einer korsischen Firma stammt, habe er sogar vier Bescheinigungen vorzuweisen.

Es gehe hier aber nicht um Quantitäten sondern um die Qualität. Der Besitzer des Tieres habe dagegen nachzuweisen, dass auch die Elterntiere rechtmäßig erworben worden sind. Dies sei ihm in beiden Fällen jedoch nicht gelungen. So bürokratisch diese Vorschriften auch scheinen mögen, sind sie doch notwendig, um den Import illegaler Wildfänge von besonders geschützten Tierarten zu unterbinden, betont der Anwalt.

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