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Pole scheitert mit Antrag auf Polnisch-Schulunterricht für den Sohn


Nürnberg (D-AH) - An welchen Wahlfächern in der Schule ein Kind getrennt lebender Eltern teilnehmen soll, hat allein das sorgeberechtigte Elternteil zu entscheiden. Dabei ist grundsätzlich unerheblich, ob dies ein Deutscher oder ein Ausländer ist. Das hat das Verwaltungsgericht Minden entschieden (Az. 2 K 2135/06).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, wiesen die Richter damit den Antrag eines Mannes zurück, der die Einrichtung von zusätzlichem Polnisch-Unterricht an der Schule seines Sohnes verlangte. Die Klage des polnischen Staatsangehörigen scheiterte daran, dass nicht er, sondern die von ihm geschiedene Mutter des Jungen das alleinige Sorgerecht hat.

Die unterschiedlichen Interessen getrennt lebender Eltern sind aber Sache des Familiengerichts - nicht der Verwaltungsrichter. So war denn das Mindener Gericht auch ausdrücklich froh darüber, im vorliegenden Fall mangels Sorgerechts des Vaters nicht mehr weiter entscheiden zu müssen, ob und inwieweit eine deutsche Schule überhaupt verpflichtet sein kann, außerhalb des allgemeinen Fächerangebots zusätzlichen Fremdsprachen-Unterricht für Ausländer-Kinder anzubieten.

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