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Neukauf statt Gebrauchtwaren angegeben - Versicherung zahlt nicht


Nürnberg (D-AH) - Wer nach einem Einbruch schummelt und der Versicherung falsche Belege für die gestohlenen Dinge vorlegt, geht bei der Schadensregulierung leer aus, warnt die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline. Wird etwa das Ausstellungsdatum einer Quittung verfälscht, um anderweitig erhaltene Gegenstände als regulären Neukauf erscheinen zu lassen, ist das als arglistige Täuschung zu werten, hat das Oberlandesgericht Köln in einem veröffentlichten Urteilsspruch (Az. 9 U 102/05) betont.
In dem Verfahren ging es um eine ganze Liste bei einem Einbruch verschwundener, teils sehr teuerer Werkzeuge. Die einstigen Besitzer hatten in ihrer Zusammenstellung für die Versicherung mit einer gefälschten Rechnung den Eindruck erweckt, er handle sich um Neuanschaffungen, für die auch der Neuwert zu ersetzen sei.
Die Werkzeuge sollten in Wirklichkeit aber aus der Insolvenzmasse des ehemaligen Arbeitgebers stammen, womit nach Absprache mit dem Konkursverwalter über mehrere Monate nicht gezahlte Gehälter ausgeglichen wurden. Den der Versicherung vorgelegten Beleg sollte der Konkursverwalter ausgestellt haben - obwohl zum Zeitpunkt der Rechnungsdatierung noch gar kein Insolvenzverwalter bestellt war.
Aufgrund dieser und anderer Ungereimtheiten kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Rechnung eher von den Betroffenen selbst stammt. Und dass es sich um ein Erwerbsgeschäft handle, das nicht als regulär bezeichnet werden kann und vor allem Gebrauchtwerkzeug betraf. Damit aber sollte die Diebstahl-Versicherung hintergangen werden.

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