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Für ein häusliches Arbeitszimmer ist die Einrichtung entscheidend


Nürnberg (D-AH) - Schein gegen Sein: Ob ein Raum in der heimischen Wohnung als steuergünstiges Arbeitszimmer oder nur als bloßes Lager anerkannt wird, hängt nicht davon ab, was der Wohnungsbesitzer konkret in den betreffenden vier Wänden zu tun pflegt. Entscheidend ist vielmehr die Einrichtung. Befindet sich in dem Zimmer ein Schreibtisch nebst Stuhl, ein PC-Tisch mit Bildschirm und sogar ein Papierkorb, ist trotz möglicherweise andere Nutzung von einem häusliches Arbeitszimmer auszugehen. Das hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden (Az. 4 K 78/06).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, gaben die Richter mit diesem Urteil einem Außendienst-Mitarbeiter Recht. Der Mann hatte einen Raum im Dachgeschoß seiner Eigentumswohnung als Arbeitszimmer deklariert, was der Fiskus nicht anerkennen wollte. Denn in dem Raum bewahrte er auf Verlangen seines Arbeitgebers auch die für die nächsten Kundenbesuche benötigten Maschinen auf.

Doch darauf komme es gar nicht an. Denn in der Rechtsprechung sind nur Räume, die ihrer Ausstattung und Funktion nach nicht einem Büro entsprechen, keine häuslichen Arbeitszimmer. Und ein Arbeitszimmer ist laut Bundesfinanzhof jeder büromäßig ausgestattete Raum, dessen prägendes Möbelstück der Schreibtisch ist. Das umstrittene Zimmer des Außendienst-Mitarbeiters erfüllte dieses Kriterium.
In Fällen, wo aber doch die Nutzung eines solches Zimmers eine Rolle spielte, ging es dagegen immer darum, ob die umstrittenen Tätigkeiten privaten oder beruflichen Zwecken dienten - nicht, wozu der Raum im Einzelnen dabei genutzt wurde.

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