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Minderjährige Patienten können Einspruch gegen Eingriff erheben


Nürnberg (D-AH) - Veto-Recht für Kinder: Gegen die Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten zu einem riskanten medizinischen Eingriff können minderjährige Patienten Einspruch erheben - wenn sie über eine ausreichende Urteilsfähigkeit verfügen und mit erheblichen Folgen für ihre künftige Lebensgestaltung zu rechnen ist. Darauf hat in einem Urteil der Bundsgerichtshof hingewiesen (Az. VI ZR 74/05).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, litt ein Mädchen an einer Wirbelsäulen-Verbiegung. Nach zwei aus verschiedenen Gründen jedes Mal wieder aufgeschobenen Eingriffen wurde sie schließlich im Alter von 16 Jahren operiert. Der Eingriff schlug fehl, das Mädchen ist seither querschnittsgelähmt.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Gespräche zur Aufklärung über mögliche Risiken waren mit den Eltern geführt worden, wenn auch im Beisein der Tochter. Die Mediziner haben sich aber nicht mit ihr besprochen, haben weder Alternativen benannt, noch sind sie ihr gegenüber auf die Dringlichkeit des Eingriffs eingegangen. Das Risiko sei verharmlost worden. Das Mädchen stand vor dem Eingriff unter keinerlei Leidensdruck und trieb beispielsweise alle altersüblichen Sportarten. Warum hätte es also bei Kenntnis der Operationsrisiken seine Einwilligung erteilen sollen?

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   | Stand: 25.11.2017
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   | Stand: 23.11.2017
Ich wurde gerade von einer sehr freundlichen Anwältin zum Thema Rückforderungsrecht / Verwaltungsrecht beraten. Meine Fragen wurden vollständig und präzise beantwortet. Vielen Dank

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