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Auch ein Privatarzt hat sich am allgemeinen Notdienst zu beteiligen


Nürnberg (D-AH) - Auch ein privat praktizierender Arzt, dem die kassenärztliche Zulassung versagt wurde, muss am allgemeinen Notfalldienst teilnehmen - selbst wenn dieser in seinem Einzugsgebiet von der kassenärztlichen Vereinigung betrieben wird. Das hat das Verwaltungsgericht Minden entschieden (Az. 7 K 1506/06).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, arbeitete ein Facharzt für Innere Medizin lange Zeit als Oberarzt in einer Klinik. Als er eine eigene Praxis in Bad Lippspringe eröffnete, verweigerte im die kassenärztliche Vereinigung jedoch ihre Zulassung. Die lapidare Begründung: Es gäbe im betreffenden Regierungsbezirk Detmold bereits zu viele Ärzte für Innere Medizin. Was die Funktionäre aber nicht davon abhielt, den also privat praktizierenden Mediziner für den allgemeinen Ärzte-Notdienst einzusetzen. Der Mann weigerte sich: Er sei ja gar nicht Mitglied in der den Notdienst betreibenden Vereinigung, und außerdem wäre er auf Grund seiner hochgradigen Spezialisierung nicht mehr für solche allgemeinen Einsätze geeignet.

Dann müssen Sie sich eben einer entsprechend Fortbildung unterziehen, hielt im das Mindener Gericht entgegen. Zumal jeder Arzt immer auch mit Notfällen bei seinen Patienten in der eigenen Praxis zu rechnen habe den Mindener Richterspruch. Und was die fehlende Mitgliedschaft in der kassenärztlichen Vereinigung angehe - die Organisation betreibe den gemeinsamen Notdienst auch für die Ärztekammer, der nun mal jeder Arzt angehöre.

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   | Stand: 17.10.2017
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   | Stand: 17.10.2017
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   | Stand: 16.10.2017
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