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Hooligan-Attacke im Stadion - DFB haftet nicht


Nürnberg (D-AH) - Verwirrend bleibt der Stadien-Streit zwischen Deutschlands Warentestern und den FIFA-Funktionären. Wirklich sicher dagegen ist, dass der DFB unter Umständen nicht für Hooligan-Attacken in den Fußball-Arenen haften muss. Das berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline und verweist auf einen in letzter Instanz entschiedenen Fall des Landgerichts München (Az. 34 S 1125/05).

Ein Zuschauer wurde beim Länderspiel Deutschland gegen England in München Opfer der Attacke eines Hooligans, der ihn aus einer Gruppe englischer Schlachtenbummler heraus angriff und mit Faustschlägen traktierte. Dabei ging seine Brille zu Bruch und er erlitt eine Schädelprellung. Weil die Personalien des Angreifers nicht festgestellt werden konnten, verklagte das Opfer nunmehr den DFB auf Zahlung von Schadensersatz. Seine Begründung: Es waren nicht genügend Ordner im Stadion, deshalb habe der Veranstalter seine gesetzlich vorgeschriebene Verkehrssicherungspflicht verletzt.

Dem widersprachen die Münchener Richter: Grundsätzlich müssen sich Veranstalter von internationalen Fußballspielen und Großveranstaltungen des Fußballsports zwar auf Krawalle, Gewalttätigkeiten und Angriffe einstellen. Doch die Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters werden dabei durch die Zumutbarkeitsgrenze eingeschränkt. Auch durch den Einsatz weiterer Ordnungskräfte wäre die Hooligan-Attacke in diesem Fall kaum zu verhindern gewesen, so das Urteil. Die Entscheidung ist übrigens endgültig, eine Revision schloss das Gericht ausdrücklich aus.

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