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Autoreparatur verzögert sich - wer zahlt"s?


Nürnberg (D-AH) - Wer ein fremdes Auto beschädigt, hat dem betroffenen Fahrzeugbesitzer auf seine Kosten normalerweise einen Ersatz zur Verfügung zu stellen - solange, bis der Schaden behoben ist. Stellt sich aber heraus, dass die Reparatur ungewöhnlich lange dauern wird, weil es beispielsweise Probleme mit der Beschaffung eines besonderen Ersatzteiles gibt, dann hat der geschädigte Autofahrer den Unfallverursacher unverzüglich darüber zu informieren.

Das betont die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline. Nötigenfalls muss nämlich eine Zwischenreparatur vereinbart werden, mit der das Fahrzeug zwar verkehrstüchtig gemacht, aber der ursprüngliche Zustand noch nicht endgültig wieder hergestellt wird.
In dem vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verhandelten Fall (Az. 24 U 111/05) war in einer Waschstraße die Heckscheibe eines Autos beschädigt worden. Die Reparaturwerkstatt konnte beim Hersteller jedoch nur noch einen ähnlichen Scheibentyp beschaffen, der zwar in den Rahmen passte, aber keine Bohrung für den Heckscheibenwischer hatte. Der düpierte Autobesitzer verweigerte die Rücknahme des Wagens ohne Heckscheibenwischer und machte sich selbst auf die Suche nach einer fehlenden Scheibe mit Loch. Nach drei Monaten hatte er das passende Stück gefunden und die Reparatur konnte abgeschlossen werden. Der Autobesitzer stellte nun dem Betreiber der Waschstraße neben den eigentlichen Reparaturkosten einen Nutzungsausfall von 99 Tagen je 65 Euro in Rechnung.

Da haben Sie aber kräftig hingelangt, hielten ihm die Frankfurter Richter entgegen und kürzten den Betrag um rund einen Monat. Ihre Begründung: Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch obliegt es einem Geschädigten, auf die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens aufmerksam zu machen und das seine zu tun, den Schaden nach Kräften zu mindern. Der Mann hätte ja, nach Absprache mit der Waschstraßen-Versicherung, zunächst die Scheibe ohne Loch einbauen lassen können den Frankfurter Urteilsspruch. Die dafür notwendigen Zusatz-Kosten von ungefähr 2.000 Euro entsprächen in diesem Fall einem Gegenwert von knapp 31 Ausfall-Tagen. Addiert man dazu maximal vier Tage Nutzungsausfall und setzt für den späteren Einbau der richtigen Scheibe nochmals 16 Tage an, bleiben nach Adam Riese statt der über drei nicht einmal zwei Monate übrig.

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   | Stand: 17.10.2017
Vielen Dank für die Ausführliche Kompetente Beratung. Bei weiteren Unklarheiten gerne wieder.

   | Stand: 17.10.2017
Ich werde anwaltshotline weiterempfehlen und bei Bedarf auch nutzen

   | Stand: 16.10.2017
Nach einer Kündigung wollte mein Arbeitgeber ein Paragraphen wissen, in dem etwas sehr explizites stand. Nach langer Suche im Internet etc. habe ich nun die Anwaltshotline genutzt. Super Beratung mit verständlichen Erklärungen. Innerhalb von 10 Sekunden wurde ich an einen Anwalt geleitet. Vielen Dank für die super tolle und schnelle Hilfe!! Nur zu Empfehlen, immer wieder gern!

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