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Nürnberg (D-AH) - Immobilienmaklern steht für die bloße Beratung von Hauskäufern grundsätzlich keine Provision zu. Darauf weist die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline hin. Nach einem Urteil des Landgerichts Coburg (Az. 22 O 383/05) dürfen Makler nur für die Vermittlung einer Immobilie Geld kassieren.

Im konkreten Fall erwarb eine Frau aus Franken das Haus ihrer Eltern. Die Immobilie sollte ursprünglich im Auftrag einer Bank zwangsversteigert werden. Um einen besseren Preis zu erzielen, schaltete das Kreditinstitut vor dem Versteigerungstermin einen Immobilienmakler ein, der nach Kaufinteressenten Ausschau halten sollte. Auch die spätere Käuferin des Hauses suchte den Makler auf und ließ sich über die Möglichkeit einer Fremdfinanzierung beraten. Es fand sich aber zunächst kein Darlehensgeber. Auch bei der späteren Zwangsversteigerung gab niemand ein Gebot für das Anwesen ab. Dann klappte es aber doch: Eine weitere Bank gab der Frau - ohne Mitwirkung des Maklers - einen Kredit für den Kauf des Elternhauses. Kurz danach flatterte der Käuferin eine Maklerrechnung über eine Vermittlungsprovision in Höhe von 7.500 Euro ins Haus.

Diese Rechnung braucht die Käuferin aber nicht zu bezahlen, entschieden die Richter. Denn der Makler habe den Kauf des Hauses nicht vermittelt. Er sei lediglich beratend tätig gewesen. Makler dürfen eine Provision aber nicht für eine bloße Beratung, sondern nur für eine von Ihnen tatsächlich vermittelte Immobilie oder für den Nachweis eines Käufers bzw. Verkäufers fordern. Ohne ausdrückliche Vereinbarung ist die Beratung bei einem Makler deshalb kostenlos.

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