Schickschuld

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Schickschuld: Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer

Von einer Schickschuld spricht man dann, wenn der Schuldner, also derjenige, der die Leistung zu erbringen hat, nach dem Vertrag verpflichtet ist, die Leistung an den Gläubiger zu schicken oder zu senden. Ein klassisches Beispiel ist der Kauf über den Versandhandel, heute vor allem der Kauf im Internet. Neben der Schickschuld kennt das deutsche Recht noch die Hol- und die Bringschuld.

Welche Rechte und Pflichten ergeben sich für den Käufer und den Verkäufer?

Bei der Hol- und der Schickschuld ist der Leistungsort (der Ort, an dem die Leistung zu erfüllen ist) - sofern nicht anders vereinbart - der Sitz des Schuldners bei Entstehung des Schuldverhältnisses, § 269 Abs.3 BGB. Die Schickschuld verpflichtet den Schuldner also nur zur Versendung.

Der Erfüllungsort ist wichtig für die Frage der Gefahrtragung: Mit dem Begriff Gefahr wird im Zivilrecht das Risiko des zufälligen Untergangs oder der zufälligen Zerstörung der Sache bezeichnet. Trägt der Gläubiger in einem gegenseitigen Schuldverhältnis bereits die Gefahr, muss er trotzdem die Gegenleistung, die in der Regel in Geld besteht, erbringen bzw. kann er das bereits Bezahlte nicht zurückverlangen. Die Gefahrtragung beim Versendungskauf ist in § 447 BGB geregelt.

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