Kauf auf Probe

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Kauf auf Probe: Was es zu beachten gilt

Als Kauf auf Probe wird ein Kaufvertrag bezeichnet, der unter der aufschiebenden Bedingung geschlossen wurde, dass der Käufer innerhalb einer bestimmten Frist den Kaufgegenstand billigt.

Wie ist der Kauf auf Probe gesetzlich geregelt?

Die Möglichkeit des Kaufs auf Probe ist ausdrücklich in § 454 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) vorgesehen. Der Verkäufer ist verpflichtet, dem Käufer die Untersuchung des Kaufgegenstandes zu gestatten. Der Käufer kann den Kaufvertrag innerhalb der vereinbarten Frist annehmen oder ablehnen. Bis zur Billigung des Kaufgegenstandes trägt der Verkäufer trotz etwaiger Überlassung der Kaufsache die Gefahr der zufälligen Verschlechterung oder des Untergangs des Kaufgegenstandes.

Der Kauf auf Probe ist zu unterscheiden vom Kauf nach Probe: Dabei handelt es sich um einen unbedingten Kaufvertrag, bei dem der Käufer zunächst ein Muster oder eine Probe von einem Kaufgegenstand erwirbt und dann unter Bezugnahme die Probe weitere Mengen nachkauft. Die Beschaffenheit der Probe ist dann als für die Beschaffenheit der späteren Lieferung verbindlich, sodass ein Mangel vorliegt, wenn die Beschaffenheit der Kaufsache nicht der der Probe entspricht.

Fragen Sie vor Kaufabschluss im Zweifelsfall einen der erfahrenen Kooperationsanwälte/innen der Deutschen Anwaltshotline, um alle Unklarheiten auszuräumen.

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