Garderobenhaftung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Garderobenhaftung - Infos und Rechtsberatung

Dem Stichwort Garderobenhaftung liegt als schuldrechtliche Rechtsbeziehung der Verwahrungsvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch zugrunde. Durch diesen Vertrag wird der Verwahrer verpflichtet, eine ihm von dem Hinterleger übergebene bewegliche Sache aufzubewahren.

Dies kann zum Beispiel die Garderobe des Besuchers eines Konzertes oder einer Gaststätte sein. Die Verwahrung kann unentgeltlich oder entgeltlich sein. Je nachdem richtet sich der Haftungsmaßstab. Bei der entgeltlichen Verwahrung haftet der Verwahrer. Bei der unentgeltlichen Verwahrung haftet der Verwahrer nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch nur für diejenige Sorgfalt, die er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt. Bei der Haftung des Gastwirts für Garderobe gelten jedoch Besonderheiten, die die Kenntnis der einschlägigen Rechtsprechung erfordern. So kann die Garderobenhaftung durch besonders auffälligen und deutlichen Aushang ausgeschlossen sein.

Dies gilt jedoch nicht immer. Ob der Gastwirt bei Abhandenkommen von Garderobe haftet, richtet sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalles und ist für einen Laien oft schwer zu beurteilen. Daher sollte man sich von Hinweistafeln in Gaststätten, für Garderobe werde nicht gehaftet, nicht beeindrucken lassen.

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