Durchgriffshaftung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Durchgriffshaftung: So ist die Haftung der Gesellschafter geregelt

Der Begriff der Durchgriffshaftung stammt aus dem Gesellschaftsrecht.

Wie ist die Haftung der Gesellschafter geregelt?

In der Regel haften juristische Personen (GmbHs, AGs, etc.) nur mit dem Gesellschaftsvermögen und nicht mit dem Vermögen der einzelnen Gesellschafter. In Ausnahmefällen besteht jedoch auch die Möglichkeit für Gläubiger, den einzelnen Gesellschafter in die sog. persönliche Haftung zu nehmen, mit der Folge, dass der betreffende Gesellschafter mit seinem gesamten Privatvermögen haftet. Voraussetzung ist jedoch ein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten des einzelnen Gesellschafters, das zu einer Haftung aus unerlaubter Handlung führt.

Die Rechtsprechung stützt die Durchgriffshaftung auf den Gedanken des Rechtsmissbrauchs. Der Durchgriff ist zulässig, wenn die Berufung auf die rechtliche Selbständigkeit der juristischen Person gegen Treu und Glauben verstößt. Dabei sind an die Voraussetzungen strenge Anforderungen zu stellen. Bei kommunalen Eigengesellschaften bestehen keine weiteren Durchgriffsmöglichkeiten. Der Anspruch richtet sich gegen denjenigen, der für den Durchgriffstatbestand verantwortlich ist.

Durchgriffshaftung: Beratung durch einen Anwalt

Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline beraten Sie zu diesem Thema gerne weiter.


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