Abnahmeverzug

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Abnahmeverzug - Infos und Rechtsberatung

Der Abnahmeverzug wird auch als Annahmeverzug oder Gläubigerverzug bezeichnet. Die Unterschiede in der Wortbedeutung sind für den praktischen Alltagsnutzen zu vernachlässigen, gemeint ist, dass derjenige, dem die vereinbarte oder geschuldete Leistung angeboten wird, diese nicht entgegennimmt oder ablehnt.

Der Abnahmeverzug hat rechtliche Konsequenzen. Eine der Konsequenzen ist, dass der Gläubiger, wenn er später die Sache doch noch entgegennehmen will, Gefahr läuft, dass diese zwischenzeitlich beschädigt oder zerstört wurde. Er kann dann die Reparatur der Sache oder die Neulieferung nur dann fordern, wenn die Beschädigung von dem Lieferanten vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde. Während die Umstände des Annahmeverzuges bei gekauften Sachen meist recht einfach und klar sind, sind sie es in anderen Bereichen nicht.Der Gläubiger kann nämlich auch mit der Entgegennahme von anderen Leistungen in Verzug sein, wenn z.B. ein Arbeitnehmer arbeiten will, der Arbeiter ihn aber nicht zu seinem Arbeitsplatz lässt. Hier hat der Annahmeverzug zur Folge, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, obwohl dieser nicht gearbeitet hat, dennoch bezahlen muss. Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Arbeitgeber den Zugang zum Arbeitsplatz zu Recht verweigert. Denn Annahmeverzug setzt immer voraus, dass der Gläubiger die Entgegennahme der Leistung bewusst verweigert, obwohl er weiss oder zumindest wissen musste, dass er hierzu nicht berechtigt ist.

Dieses Prinzip ist auf fast alle Rechtsbereiche übertragbar.


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