Privatklage

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Privatklage: Wann sie möglich ist und was es zu beachten gilt

Die Privatklage ist ein besonderes Verfahren, das in den §§ 374 ff der Strafprozessordnung geregelt ist.

Wann ist eine Privatklage möglich?

In aller Regel ist nur die Staatsanwaltschaft befugt, Strafverfahren zu betreiben. Bei bestimmten in der Strafprozessordnung abschließend aufgeführten Delikten besitzt der Verletzte jedoch ein selbständiges Strafklagerecht. Dabei handelt es sich z.B. um Beleidigung, Hausfriedensbruch oder Körperverletzung (vgl. § 374 StPO). Hierbei handelt es sich im wesentlichen um Delikte, die ohnehin nur auf Antrag des Verletzten verfolgt werden. Wird wegen eines solchen Deliktes Strafantrag gestellt und besteht kein öffentliches Interesse an der Klageerhebung, verweist die Staatsanwaltschaft den Verletzten auf den Privatklageweg.

Die Erhebung der Klage durch den Verletzten muss einer Anklageschrift entsprechen (vgl. § 381 StPO). Das Gericht führt dann das Verfahren nach den strafprozessualen Vorschriften durch. Voraussetzung ist jedoch, dass zunächst ein Sühneversuch durchgeführt wird.

Privatklage: Beratung durch einen Anwalt

Bei Fragen rund um eine Privatklage können viele schwierige Rechtsfragen auftauchen, die häufig nur nach eingehender Prüfung sämtlicher Unterlagen durch einen erfahrenen Rechtsanwalt beantwortet werden können. Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline helfen am Telefon oder per E-Mail gerne weiter.

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