Versicherungsschein: Das müssen Sie wissen

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Der Versicherungsschein (oder auch Versicherungspolice) ist ein Dokument, in dem der Inhalt des Versicherungsvertrages niedergelegt ist. Dazu zählen auch Verlängerungsscheine und Nachträge bei Vertragsverlängerungen bzw. sonstige Änderungen, nicht aber Versicherungsnachweise.

Der Versicherungsschein muss vom Versicherer (bzw. Abschlussagenten) unterzeichnet werden. Eine Nachbildung der eigenhändigen Unterschrift reicht aus. Ein Vermittlungsagent darf den Versicherungsschein nicht unterschreiben, sondern nur aushändigen.

Auch wenn ein Versicherungsvertrag mündlich geschlossen werden kann, ist der Versicherer mit dessen Abschluss verpflichtet, dem Versicherungsnehmer über den geschlossenen Vertrag einen Versicherungsschein auszuhändigen.

Der Versicherungsschein ist eine Beweisurkunde. Damit ist eine Billigungsfunktion verbunden: Eine Abweichung vom Versicherungsvertrag im Versicherungsschein gilt als genehmigt, wenn der Versicherer seiner Hinweispflicht nachgekommen ist und der Versicherungsnehmer nicht innerhalb eines Monats widersprochen hat.

In der Lebensversicherung enthalten Versicherungsscheine Inhaberklauseln. Der Versicherer ist nur verpflichtet zu leisten, wenn der Berechtigte sich durch Vorlage des Versicherungsscheines legitimieren kann.

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