Fahrerflucht: Welche Konsequenzen drohen beim unerlaubten Verlassen der Unfallstelle?

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Sie touchieren beim Ausparken auf dem Supermarktparkplatz das Nachbarfahrzeug – und das hat jetzt einen Kratzer. Halb so wild. Wenn Sie nun aber einfach wegfahren, begehen Sie Fahrerflucht. Das ist kein Kavaliersdelikt – es ist eine Straftat.

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Hier lesen Sie, wann Sie Fahrerflucht begehen, welche Strafen Sie zu erwarten haben und wie Sie sich nach einem unfall verhalten sollten.

  • Wann begehe ich Fahrerflucht?

    Egal ob bei einem kurzen Anecken an einem anderen Fahrzeug oder einem größeren Verkehrsunfall: Entfernen Sie sich unerlaubt von einer Unfallstelle, begehen Sie eine Straftat nach § 142 Strafgesetzbuch (StGB). Dies gilt auch bei Bagatellschäden. Einen Zettel mit Ihren Daten zu hinterlassen, reicht nicht aus. 

    Sie müssen nach einem Unfall sofort anhalten. Sobald Sie als Unfallverursacher einfach weiterfahren, begehen Sie Unfallflucht.

    Gut zu wissen: Sollten Sie den Unfall wirklich nicht bemerken und sich dann von der Unfallstelle entfernen, liegt keine Unfallflucht vor. Der Tatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ist nur erfüllt, wenn dieser wissentlich begangen wurde.

  • Welche Strafen erwarten mich?

    Eine Fahrerflucht kann eine Geldstrafe, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot nach sich ziehen. Die Härte der Strafe richtet sich dabei nach der Höhe des angerichteten Schadens.

    In der Regel wird bei einem Schaden bis 600 Euro das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt oder ein geringes Bußgeld verhängt. Bei einem Schaden bis 1.300 Euro muss der Verursacher meist mit einer Geldstrafe von etwa einem Monatsgehalt (30 Tagessätze) rechnen. Außerdem können zwei Punkte in Flensburg und maximal drei Monate Fahrverbot hinzukommen. Bei einem Schaden von über 1.300 Euro wird die Fahrerlaubnis in den meisten Fällen für sechs Monate entzogen. Es drohen zusätzlich drei Punkte in Flensburg und Geldstrafen, die deutlich über ein Monatsgehalt hinausgehen können. Der Eintrag bleibt in diesem Fall zehn Jahre registriert.

  • Wie verhalte ich mich nach einem Unfall?
    • Verursachen Sie den Unfall während der Fahrt, müssen Sie sofort anhalten und aussteigen – nicht erst auf dem nächstgelegenen Parkplatz.
    • Befindet sich der geschädigte Autobesitzer nicht im Fahrzeug, sollten Sie mindestens eine halbe Stunde am Unfallort warten oder sich direkt bei der Polizei melden.
    • Taucht der Fahrzeughalter nicht auf, müssen Sie auf jeden Fall die Polizei informieren. Die Polizei nimmt dann Ihre Personalien auf und ermittelt den Halter des geschädigten Fahrzeugs.
    • Viele Verkehrsteilnehmer glauben, dass es reicht, sich bei einem Bagatellschaden innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei zu melden. Doch auch wer sich nachträglich meldet, hat Fahrerflucht begangen.

Fahrerflucht: Rechtsberatung durch einen Anwalt

Sind Sie selbst Opfer von Fahrerflucht geworden oder Ihnen wird Fahrerflucht vorgeworfen? Lassen Sie Ihre Fragen von einem Anwalt für Verkehrsrecht beantworten. Die Kooperationsanwälte der Deutschen Anwaltshotline helfen gerne weiter und beraten Sie am Telefon oder per E-Mail.

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