Abschlussrechnung: Was es als Verein zu beachten gilt

Vereine sind verpflichtet, dem Finanzamt und der Mitgliederversammlung eine Abschlussrechnung ("Jahresabschlussrechnung") vorzulegen. Es ist hierbei egal, ob der Verein eingetragen, nicht eingetragen, gemeinnützig oder nicht gemeinnützig ist. Dafür verantwortlich ist der Vorstand.

Diese Verpflichtung ergibt sich gegenüber dem Finanzamt aus den Steuergesetzen, insbesondere aus der Abgabenordnung (AO), dem Körperschaftssteuergesetz (KStG) und dem Umsatzsteuergesetz (UStG). Gegenüber der Mitgliederversammlung ist der Vorstand verpflichtet, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten und für diesen die Geschäfte zu führen.

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Wie muss die Abschlussrechnung aussehen?

Für die Form der Abschlussrechnung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Allerdings sind zur Erfüllung der Nachweis- und Rechenschaftspflicht die Einnahmen und Ausgaben in so übersichtlicher Form darzustellen, dass die wichtigsten Positionen und die Hauptaktivitäten des Vereins einfach zu erkennen sind.

Gemeinnützige Vereine müssen darüber hinaus folgende Angaben getrennt darstellen: die ideellen Einnahmen, die Einnahmen aus Zweckbetrieben, aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben und aus Vermögensverwaltung (z. B. Erträge aus Aktien, Festgeldanlagen, Vermietung von Immobilien Lizenzeinnahmen). Grund dafür ist die Abgabenordnung, die eine jeweils unterschiedliche steuerliche Behandlung vorsieht und nochmals in Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer unterteilt.

Finanzamt: Was wird geprüft?

Mit Vorlage des Jahresabschlusses beim Finanzamt stellt dieses fest, ob und ggf. welche Steuerpflicht besteht. Bei gemeinnützigen Vereinen werden darüber hinaus die Einhaltung der gemeinnützigen Zwecke geprüft.

Für die Mitgliederversammlung ist der Jahresabschluss Grundlage für den Entlastungsbeschluss.

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