Geldstrafe

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Eine Geldstrafe gehört zu den Hauptstrafen des Strafgesetzbuches. Bei vielen Straftatnormen werden Geld-oder Freiheitsstrafen angedroht. Die Entscheidung zwischen einer Geld- und Freiheitsstrafe hängt vom beabsichtigten Strafmass ab.

Dabei hat nach § 47 Abs. 1 Strafgesetzbuch (kurz: StGB) bei einer Strafhöhe bis zu 6 Monaten die Geldstrafe Vorrang vor einer Freiheitsstrafe. Es gilt das sog. Tagessatzsystem. Das bedeutet: Bei der Verhängung einer Geldstrafe muss zunächst die Anzahl der Tagessätze bestimmt werden. Nach § 40 Abs. 1 Satz 2 StGB beträgt der Mindesttagessatz 5 und der Höchstsatz 360; bei einer Gesamtstrafe nach § 54 Abs. 2 StGB maximal 720 Tagessätze. Die Anzahl der Tagessätze bestimmt sich nach den allgemeinen Grundsätzen der Strafzumessung. Im zweiten Schritt wird die Höhe des einzelnen Tagessatzes festgelegt. Der Betrag muss nach § 40 Abs. 2 StGB zwischen 1 Euro und höchstens 5000 Euro pro Tag liegen.

In der Regel entspricht der Tagessatz 1/30 des Monatsnettogehaltes und damit praktisch einem Tagesverdienst. Allerdings wird zu Gunsten des Verurteilten auch berücksichtigt, ob er anderen Personen zum Unterhalt verpflichtet ist. Für Unterhaltsberechtigte wird ein dem Einkommen entsprechende Abschlag vorgenommen. Umgekehrt werden aber zum Nettoeinkommen auch Sachbezüge, wie z.B. eine freie Unterkunft berücksichtigt.

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