Freiheitsberaubung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Freiheitsberaubung - Infos und Rechtsberatung

Eine Freiheitsberaubung im Sinne des § 239 StGB (Strafgesetzbuch) begeht, wer widerrechtlich einen Menschen einsperrt oder auf andere Weise des Gebrauchs der persönlichen Freiheit beraubt.

Schutzgut ist die persönliche Fortbewegungsfreiheit. Die Freiheitsberaubung stellt damit eine der höchstmöglichen Eingriffe in die menschliche Privatsphäre dar, da die Bewegungsfreiheit für den Menschen elementares Grundbedürfnis ist. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber die Freiheitsberaubung unter hohe Strafandrohung gestellt, denn in der "normalen" Tatbegehungsvariante hat der Gesetzgeber bereits eine Strafandrohung der Haftstrafe bis zu 5 Jahren vorgegeben, währenddessen für schwerere Delikte die Mindeststrafe bei einem Jahr Freiheitsstrafe liegt. Die Freiheitsstrafe selbst stellt im Falle der Verbüßung aber keine Freiheitsberaubung dar, da es hier an der Widerrechtlichkeit der Beschränkung der persönlichen Fortbewegungsfreiheit mangelt. Da die Freiheit ein so hohes Schutzgut ist, bedarf es auch in anderen Fällen von freiheitsentziehenden Maßnahmen ( z.B. Unterbringung in der geschlossenen Abteilung eines Krankenhauses ) der gerichtlichen Genehmigung.

Bei Fragen zum Thema Freiheitsberaubung hilft Ihnen gerne ein Mitarbeiter der Deutschen Anwaltshotline weiter!

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